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Fussball-Regionalliga : Die Chance zur Wiedergutmachung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Weiche-Trainer Daniel Jurgeleit traut seinem Team heute im Nachholspiel gegen die U23 von Werder Bremen eine Überraschung zu. Die Partie wird um 17.30 Uhr angepfiffen.

Im sechsten Saisonspiel hat es den ETSV Weiche erwischt. Die Art und Weise, wie die Regionalliga-Fußballer aus Flensburg beim TSV Havelse mit 1:2 unterlagen, ärgerte Trainer Daniel Jurgeleit. „Da sind wir zu leichtfertig an die Sache herangegangen. Das gilt es zu ändern.“ Die Gelegenheit bietet sich dem Tabellenvierten schon heute gegen einen Meisterschaftsfaforiten. Im Nachholspiel kommt die U23 von Werder Bremen ins Manfred-Werner-Stadion (Anpfiff: 17.30 Uhr).

Eines hat der Weiche-Coach seinen Spielern schon klar gemacht: „Werder ist noch eine Klasse stärker als Havelse. Wenn wir so auftreten wie in der ersten Hälfte, werden wir da sicher nichts holen. Da müssen wir von der ersten Minute an auf dem Platz sein. Sonst laufen wir nur hinterher.“ Jurgeleit schwärmt vom Werder-Nachwuchs, den er als potenziellen Titelkandidaten sieht. Das Team von Trainer Viktor Skripnik hat vier Spiele in Folge gewonnen. Zuletzt 4:0 gegen Victoria Hamburg. „Wir haben uns beim 1:1 gegen Vicky schwer getan, das ist der Unterschied“, so Jurgeleit. Werder trainiere unter Profibedingungen, das mache schon was aus. „Die wollen auf Platz eins. Das sieht man allein an der Verpflichtung von St.-Pauli-Profi Florian Bruns.“

In der vergangenen Saison lieferte Weiche den Bremern zwei große Spiele direkt hintereinander. Erst gab es auswärts ein 1:1, dann folgte eine Woche später in Flensburg eine sehenswerte Partie, die unglücklich mit 3:5 verloren ging. Nach der ersten Saison-Niederlage gegen Havelse kommt dem ETSV-Coach der Tabellenfünfte aus Bremen gerade recht. Bei solch einem Gegner sei die Motivation viel größer als bei jedem anderen Team. „Das sind besondere Spiele gegen große Talente mit Profiverträgen, die später in der Bundesliga spielen wollen.“

Trotzdem traut der Flensburger Trainer seiner Mannschaft gegen Werder einiges zu. „Wir haben die Qualität, auch gegen Werder zu überraschen“, sagt er selbstbewusst. Zu Gute kommt Jurgeleit der große Kader. Alle 22 Feldspieler sind fit. Vor allem Nedim Hasanbegovic und Christoph Dammann haben ihre Trainingsrückstände aufgeholt und brennen auf einen Einsatz. Und der Trainer kündigt vor dem zweiten Spiel der Englischen Woche Veränderungen an. „Der eine oder andere kann sich mal ausruhen, um dann vor dem Spiel am Sonnabend gegen Cloppenburg wieder voll motiviert zu sein.“ Nur auf Neuzugang Ilidio Pastor Santos müssen die Flensburger noch verzichten. Der 21-jährige Brasilianer hat immer noch keine Freigabe erhalten. „Sonst wäre er mit seiner Schnelligkeit, Beweglichkeit und Eins-gegen-Eins-Stärke eine Alternative gewesen.“ Die Papiere sollen inzwischen beim DFB liegen.

Für Jurgeleit beginnt jetzt wieder die „Phase, wo gearbeitet werden muss“. In der vergangenen Saison starteten die Flensburger zu dieser Zeit ihre Serie, die sie vom letzten Platz bis ins obere Drittel führte. Die zweite Hälfte in Havelse war schon ein Anfang. Aber das Anschlusstor von Tim Wulff fiel zu spät, „sonst wäre mehr drin gewesen“.

 

Zum Topspiel gegen Werder Bremen II wird N3 eine Reportage rund um das Spiel drehen. Gezeigt wird der Beitrag heute in der Fernsehsendung „Schleswig-Holstein-Magazin“ ab 19:30 Uhr.

 

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erstellt am 18.Sep.2013 | 10:00 Uhr

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