39:35-Erfolg gegen den VfL Potsdam : DHK überzeugt mit Spielfreude

Ole Zakrzewski (Mitte, hier gegen Potsdams Christian Schwarz) war mit zehn Toren bester DHK-Werfer.
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Ole Zakrzewski (Mitte, hier gegen Potsdams Christian Schwarz) war mit zehn Toren bester DHK-Werfer.

Die Drittliga-Handballer von DHK Flensburg haben ihren ganz schwachen Rückrundenstart vom vergangenen Wochenende korrigiert. Das Team von Trainer Torben Walluks besiegte den VfL Potsdam mit 39:35.

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22. Januar 2018, 11:30 Uhr

Nach dem enttäuschenden 17:27 bei Handball Hannover-Burgwedel feierte das Team von Torben Walluks einen 39:35 (18:19)-Heimsieg gegen den zuvor sechs Mal in Folge siegreichen VfL Potsdam. Dabei zeigte der DHK Spielfreude und agierte vor allem im zuletzt schwachen Angriff wie entfesselt.

„Die 35 Gegentore täuschen etwas darüber hinweg, dass wir auch eine starke und bewegliche Abwehr gestellt haben“, korrigierte der DHK-Trainer die Statistik einer scheinbar löchrigen Defensive. Vielmehr sah Walluks auch dort einen Schlüssel für das erfolgreiche Spiel seiner Mannschaft. „Alle haben hinten geackert und viele Bälle erkämpft. Auch Torhüter Jasper Basenau hat eine gute Leistung geboten“, lobte der Coach.

Im Positionsangriff agierte der DHK mit viel Durchsetzungsvermögen, wobei vor allem der zehnfache Torschütze Ole Zakrzewski in der Anfangsphase brillierte. Spielmacher Lasse Worm sorgte für Struktur und war mit sechs Toren ebenfalls sehr effektiv. So sahen die 420 Zuschauer in der Idrætshalle eine spannende Drittliga-Partie, denn auch Potsdam war das Selbstvertrauen anzumerken. So ging es in der Anfangsviertelstunde mit wechselnden Führungen hin und her.

Als Neuzugang Andre Lohrbach in der 20. Minute sein Premierentor für den DHK zum 13:11 erzielte, hatten die Flensburger Vorteile. Doch nach dem 17:14 und einer Auszeit der Gäste (26.), wurden Ballverluste der Gastgeber in der Endphase der ersten Halbzeit postwendend bestraft. So setzte sich Potsdam mit fünf Toren in Folge zum 17:19 ab. Zwölf Sekunden vor der Pause übernahm Lohrbach dann beim Siebenmeter Verantwortung und so ging es mit dem 18:19 in die Kabinen.

Der ehemalige Bietigheimer Bundesliga-Spieler lieferte ein gutes Debüt ab und trug sich insgesamt siebenmal in die Torschützenliste ein. Das gesamte DHK-Team überzeugte in der zweiten Halbzeit mit Spielfreude und drehte nach dem 21:22 (35.) die Partie. Gestützt auf die laut Walluks „ackernde Abwehr“ überzeugten die Flensburger mit druckvollem Angriffsspiel, erfolgreichen Tempogegenstößen und einfachen Toren.

So kam das Walluks-Team in einen 9:3 Lauf, der zehn Minuten später in einen 30:25-Vorsprung mündete. Zwar versuchten die Gäste, dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben, doch der DHK hielt mit viel Leidenschaft dagegen und setzte mit weiteren Treffern Nadelstiche. Nach dem 36:34, zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff, sorgte die Flügelzange Philipp Jochimsen und Andre Lohrbach per Doppelschlag zum 38:34 für klare Verhältnisse.

Am Ende stand der verdiente 39:35-Heimsieg, der Torben Walluks entsprechend froh machte. „Wir haben 22 Tore mehr geworfen als zuletzt in Großburgwedel. Heute hat meine Mannschaft gezeigt, was sie kann“, verteilte der DHK-Trainer ein Kollektivlob.

DHK Flensburg: Weidner, Basenau – Zakrzewski (10), Jessen, Lohrbach (7/3), Worm (6), Blumenberg, Wickert-Grossmann (4), Jochimsen (6), Timm (1), Ejmar, Johannsen, Tölle (1), Desler (4).

VfL Potsdam: Pellegrini, Grunz – Jacques (1), Schwarz (5), Huntz, Piske (4), Spengler (6), Schmidt, Gonzales, Ende (3), Münchberger (7/4), Winter (6), Weyhrauch (3), Schwark.

Schiedsrichter: Bunselmeyer/Roux (Oldenburg/Osnabrück).

Zuschauer: 420.

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