26:32-Niederlage gegen die Mecklenburger Stiere : DHK mit zehnminütigem „Blackout“

Schmerzhaft: Die Schweriner Mark Pedersen (links) und Theodoros Evangelidis reißen André Lohrbach zu Boden.
Schmerzhaft: Die Schweriner Mark Pedersen (links) und Theodoros Evangelidis reißen André Lohrbach zu Boden.

DHK Flensburg hat nach dem wichtigen 30:24-Sieg gegen Abstiegskonkurrent Empor Rostock gegen das zweite Gästeteam aus Mecklenburg-Vorpommern den Kürzeren gezogen.

shz.de von
05. März 2018, 17:00 Uhr

Das Heimspiel gegen den Tabellendritten Mecklenburger Stiere Schwerin verlor die Mannschaft von Torben Walluks mit 26:32 (15:15).

Dabei war es in der ersten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe gewesen. Es ging hin und her. Sowohl Schwerin als auch der DHK stellten eine sehr bewegliche Deckung, die den Angriffsfluss des Gegners unterbrechen wollte. Doch zunächst drückten die Rückraumreihen auf beiden Seiten dem Spiel ihren Stempel auf. So ging es Tor um Tor und die Führung wechselte nahezu ständig. Mit einem leistungsgerechten 15:15 ging es in die Kabinen, aus der beide Mannschaften zunächst konzentriert kamen.

Beim 17:17, fünf Minuten nach Wiederbeginn, war die Partie weiter offen. Doch dann verloren die Flensburger für zehn Minuten völlig den Faden. Technische Fehler und vergebene Torchancen sorgten für unnötige Ballverluste und luden die Schweriner förmlich zu Tempogegenstößen ein. Der Tabellendritte nutzte diese konsequent und setzte sich ab. Innerhalb von zehn Minuten warf DHK nur zwei Tore, kassierte aber acht – Mitte der zweiten Hälfte hieß es 19:25.

Trainer Torben Walluks, der wenige Stunden vor der Partie den Grippe bedingten Ausfall des zuletzt starken Jannes Timm verkraften musste, versuchte dagegen zu halten. Mit nur drei Feldspielern als Wechseloption verteilte er die Verantwortung auf der Rückraum-Mittelposition und Linksaußen auf Lasse Worm und André Lohrbach. Diese wechselten variabel die Positionen. Doch gegen die ruhig und abgeklärt „ihren Stiefel herunter spielenden“ Schweriner (Walluks), kamen die Hausherren nie näher als auf vier Tore heran. Nach dem 24:28 von Lasse Worm, knapp acht Minuten vor dem Abpfiff, sorgte ein Doppelschlag der Gäste für die Vorentscheidung.

Raki Marangko und der beste Torschütze der 3. Liga Nord, Mark Pedersen, machten mit dem 24:30 den Sack zu. „Wir haben uns auch in der Phase nach der Halbzeit gute Chancen herausgespielt, diese aber leider nicht konsequent genutzt. Schade, so haben wir das Spiel in zehn Minuten aus der Hand gegeben“, so Torben Walluks enttäuscht. Trotzdem machte er seiner Mannschaft keinen Vorwurf: „Trotz des kleinen Kaders und wenigen Alternativen auf der Bank haben alle Spieler gekämpft wie die Löwen.“

DHK Flensburg: Weidner, Basenau, Muus Meyer – Zakrzewski (4), Jessen (3), Lohrbach (9/5), Brüne (n.e.), Worm (2), Wickert-Grossmann, Jochimsen (3), Ejmar, Tölle (1), Desler (4).

Mecklenburger Stiere Schwerin: Kominek, Heinemann – Curcic (2), Pedersen (11/5), Grämke (6/1), Prothmann (1), Larisch, Marangko (3), Evangelidis, Zufelde (4), Aust (2), Passias, Calvert (3), Pärt.

Schiedsrichter: Bunselmeyer/Roux (Oldenburg/Osnabrück ).

Zuschauer: 296.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen