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Fussball : Der nächste Ausfall: Weiche ohne Jürgensen nach Cloppenburg

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionallia: Flensburgs Innenverteidiger zieht sich Gehirnerschütterung im Training zu. Der ETSV will im Endspurt der Hinrunde nachlegen.

shz.de von
erstellt am 01.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Am Donnerstagabend folgte die nächste Hiobsbotschaft für die Regionalliga-Fußballer des ETSV Weiche. Christian Jürgensen prallte kurz vor Trainingsende unglücklich mit einem Mitspieler zusammen. Er bekam ein Knie an die Schläfe, war kurz bewusstlos und musste mit einem Notarztwagen ins Krankenhaus gefahren werden. „Gott sei Dank ist es nichts Schlimmeres“, sagt Trainer Daniel Jurgeleit, „aber Christian musste wegen einer Gehirnerschütterung die Nacht über dort bleiben und fällt definitiv am Sonntag aus.“ Damit fehlt nach Matthias Hummel (Kreuzbandriss) der nächste Innenverteidiger und Routinier im Auswärtsspiel beim BV Cloppenburg (14 Uhr). Der ETSV-Trainer hätte lieber mit der Elf gespielt, die in der Vorwoche nach einer starken Leistung dem Tabellenzweiten Werder Bremen II ein 1:1 abgetrotzt hatte. Jetzt wird wohl Hendrik Ostermann in die Dreierkette rücken. „Ich habe keine Bedenken, wenn er spielt. Hendrik ist sehr zuverlässig“, erklärt der Coach. Er könnte sich zwar auch Len-Aike Strömer auf der linken Verteidigerposition vorstellen, aber „jetzt ist nicht die Zeit zum Experimentieren“. Die Flensburger wollen und müssen im Endspurt der Hinrunde noch einmal nachlegen. Nach Cloppenburg kommt Eintracht Braunschweig II, dann geht es nach Rehden. „Da müssen wir einfach punkten, das sind alles Mannschaften, die mit uns auf einem Level stehen“, erklärt Kapitän Marc Böhnke. 14 Punkte stehen auf der Habenseite, neun sind in der Hinrunde noch zu vergeben, die den Tabellen-15. wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen könnten. Die Niedersachsen (16 Punkte) haben es vorgemacht. Mit zwei 2:1-Siegen gegen Norderstedt und in Oldenburg haben sie die Abstiegsränge verlassen und Weiche in der Tabelle überholt. „Wir wollen noch so nah wie möglich an die 20 Punkte in der Hinrunde herankommen“, betont Jurgeleit. Das wäre dann fast die halbe Miete – 40 Punkte reichen im Normalfall am Saisonende für den Klassenerhalt. Nach dem Werder-Spiel ist der Trainer zuversichtlich, dass in Cloppenburg etwas Zählbares herausspringt. „Die Reaktion war top“, sagt er. Nach dem desolaten letzten Auswärtsspiel in Lüneburg (0:1) stimmte die Einstellung gegen Bremen. Jurgeleit: „Die Mannschaft muss bereit sein, wieder so eine Leistung abzurufen.“ Aber gerade auswärts läuft es nicht rund. Die Bilanz (vier Niederlagen, ein 0:0 in Goslar) ist die schlechteste der Liga. Beim Tabellenzwölften bietet sich die nächste Chance auf den ersten Dreier in der Ferne. Cloppenburgs Coach Jörg-Uwe Klütz hat jedenfalls mächtig Respekt: „Das wird eine ganz schwere Kiste. Zwar lügt die Tabelle nicht. Aber Weiche gehört für mich nie im Leben in die Kellerregion. Der Gegner ist äußerst robust und hat viele gute Einzelkönner in seinen Reihen.“

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