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Finale der Segel-Bundesliga in Hamburg : „Der Kessel steht unter Druck “

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das große Finale der 1. Segel-Bundesliga steht an: Von Donnerstag bis Sonnabend werden die besten 18 Segelclubs Deutschlands die Außenalster zum Brodeln bringen. Mit von der Partie ist auch das Team des Flensburger Segel-Clubs.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Viele Entscheidungen werden an den drei Segeltagen fallen, zwei stehen bereits fest: Der Konstanzer Yacht Club vom Bodensee und der Segelklub Bayer Uerdingen aus Krefeld können den rettenden Relegationsplatz (Rang 15) nicht mehr erreichen und sind Absteiger. So gut wie vergeben ist der Meistertitel. Der Deutsche Touring Yacht-Club (DTYC) hat ein dickes Polster (siehe Tabelle der ersten Sieben), jede Platzierung des DTYC besser als Platz zwölf würde automatisch den Titel bedeuten – egal, was die Konkurrenz verzapft. Was kann da noch schief gehen?

Im Tabellenkeller steckt vor dem Finale der Yachtclub Berlin-Grünau, der zum Finale alle Register zieht und Segelstar Jochen Schümann ins Rennen schickt, um den drohenden Abstieg zu verhindern.

Mit Meisterschaft und Abstieg hat der Flensburger Segel-Club (FSC) in seiner besten Saison nun rein gar nicht zu tun. Die Zielsetzung der Crew des Tabellenfünften sind dennoch nicht zurückhaltend. „Wir wollen bestes schleswig-holsteinisches Team werden“, sagt Team-Manager und Taktiker Jörg Rothert. Das heißt, der Ein-Punkte-Vorsprung vor dem Kieler Yacht-Club (KYC) muss gehalten, besser noch, ausgebaut werden. „Wir sind nach vielen Trainingseinheiten gut vorbereitet und würden uns gern noch auf Platz vier verbessern“, erklärt Vorschiffmann Cedric Menzel. Rothert stellt die „Emotions-Reihenfolge“ auf: Platz vier ist „erfreulich“. Nicht schlechter als sechs – „damit kann man leben“. Schlechter als acht ist „enttäuschend“.

Auch im Vorstand und im Regatta-Team des nördlichsten Vereins der Bundesliga – gespickt mit zahlreichen Dauerkarten-Inhabern der SG Flensburg-Handewitt – lautet das Ziel: „Wir vor Kiel“. FSC-Regatta-Obmann Claus Otto Hansen sagt: „Wir gehen davon aus, dass wir mit unserer stärksten Mannschaft antreten.“

Segeltaktisch soll der Kiel-Blick aber nicht ausschlaggebend sein. „Wir können nicht die ganze Zeit auf den KYC achten. Das wäre unklug und unproduktiv“, sagt Menzel, der wie sein Taktiker beim letzten Training am Wochenende auf der Außenalster bei vielen Kontrahenten „aggressives Segeln“ festgestellt hat. „Der Kessel steht unter Druck“, sagt Rothert, der sich genau wie Oliver Huber (Genakker-Trimm) und Revier-Fuchs Michael Ilgenstein (Pinne) auf das Finale freut. Menzel spricht für alle: „Wir gehen motiviert, aber entspannt an die Sache.“

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