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Handball-Bundesliga : Der Druck auf die SG steigt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburg-Handewitt muss im Kampf um die Champions-League-Plätze gegen den TuS N-Lübbecke unbedingt zwei Punkte holen

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2014 | 06:00 Uhr

So schnell kann’s gehen. Zwei Niederlagen in den beiden ersten Spielen der Handball-Bundesliga im neuen Jahr – und der Traum vom zweiten Titel nach 2004 ist für die SG Flensburg-Handewitt beendet. Dennoch genießt die Liga weiter höchste Priorität. Auch in der nächsten Saison wollen die Flensburger Champions League spielen. Das bedeutet: Im Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke (heute 19 Uhr, Flens-Arena) muss ein Sieg her – egal wie. „Wir müssen uns zusammenreißen und das Beste aus unserer Situation machen“, sagt Trainer Ljubomir Vranjes mit Blick auf die lange Verletztenliste.

Mattias Andersson, Holger Glandorf und Michael Knudsen waren am Sonntag in Hannover kurzfristig ausgefallen – eine 26:27-Niederlage war die Konsequenz. „Das ist bitter“, gesteht Vranjes. „Da hast du lange für eine Sache gekämpft, und dann hast du plötzlich keinen Einfluss mehr“, weil den verbliebenen Rückraumspielern die Kraft ausging. Heute gegen den TuS N-Lübbecke ist zumindest Mattias Andersson nach überstandener Magen-Darm-Grippe wieder fit. Michael Knudsen klagt jedoch nach wie vor über Rückenprobleme, und Holger Glandorf kann wegen schmerzhafter Leistenbeschwerden schon über zwei Monate kaum trainieren. „Eigentlich bräuchte Holger eine Pause von drei Monaten“, so Vranjes. Doch angesichts der Personalsituation ist das unmöglich. Die einzige Lösung: So wenig wie möglich trainieren, um der Mannschaft in den Spielen helfen zu können.

Der Trainer ist gezwungen, schon jetzt zwei, drei Spiele vorauszublicken, um bestimmte Spieler zu schonen, damit sie in den entscheidenden Momenten zu 100 Prozent fit sind. „Gegen Nettelstedt müssen wir 100 Prozent geben, in Velenje nur 70, aber danach in Wetzlar im Pokal wieder 100 Prozent“, umschreibt Vranjes seinen Plan. Schonung bedeutet für andere Spieler mehr Einsatzzeiten. Gegen den TuS N-Lübbecke wird Neuzugang Goran Bogunovic auf jeden Fall sein Debüt geben. „Er wird spielen“, verspricht Vranjes. Gegen Hannover war dies nicht möglich. In der kurzen Zeit konnte er nur auf das Zusammenspiel mit Mogensen und Glandorf eingestellt werden – Glandorfs Ausfall durchkreuzte schließlich alle Pläne.

Noch nicht geklärt ist die Frage, wer in der neuen Saison die Nummer zwei im Tor hinter Andersson werden wird. Sören Rasmussen kehrt nach Dänemark zurück. Vranjes hat „drei Torhüter in der engeren Wahl, mit denen wir verhandeln“. Das bedeutet, dass der junge Christopher Rudeck in der „Warteschleife“ bleibt. „Für die Bundesliga ist er noch zu jung“, begründet Vranjes. „Dennoch soll Christopher eine Perspektive bei der SG haben. Wir sind dabei, eine Lösung zu finden.“

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