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Fussball : Das Toreschießen steht ganz oben auf dem Trainingsplan

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Wir müssen das Glück wieder erzwingen, noch geiler darauf sein, Tore zu machen“, sagt Tim Wulff vor dem Heimspiel des ETSV Weiche gegen Norderstedt.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Die Torflaute beim ETSV Weiche lässt sich nicht an einem Spieler ausmachen. Trotzdem wird der Mittelstürmer an Toren gemessen. Und Tim Wulff (Foto) ist nun seit 426 Spielminuten ohne Treffer in der Fußball-Regionalliga. „Das interessiert mich überhaupt nicht“, kontert der 27-Jährige. Natürlich wolle er in jedem Spiel ein Tor schießen, natürlich sei er mit seiner Quote – ein Treffer nach acht Saisonspielen – nicht zufrieden. „Aber es kommen auch wieder bessere Tage.“

Elfmal traf Tim Wulff in der ersten Regionalliga-Saison der Flensburger. 13 Tore waren es in der vergangenen Spielzeit. Vor dieser Serie zählte Trainer Daniel Jurgeleit seinen Goalgetter zu den Spielern, von denen er noch mehr erwartet und meinte: Er könne auch 20 Tore machen. „Das ist nett gemeint“, sagt der Stürmer. Stress bereitet ihm die Aussage des Trainers nicht. Er setzt sich persönlich nie eine Zahl als Vorgabe. „Ich will so viele Tore schießen, wie es geht. Das habe ich jedes Jahr gesagt“, betont er.

Drei Treffer in acht Punktspielen hat Weiche bisher erzielt. Eindeutig zu wenig. Nur Aufsteiger FT Braunschweig hat es nicht besser gemacht, alle anderen Teams haben mindestens doppelt so oft getroffen. Darum steht das Toreschießen in Weiche zurzeit ganz oben auf dem Trainingsplan. „Da machen wir die Dinger rein“, sagt Tim Wulff. Aber in den Spielen – wie zuletzt am Sonntag beim 0:0 in Goslar – klappt es nicht. „Da haben wir recht viele Chancen herausgespielt. Darum können wir mit dem Punkt nicht zufrieden sein, wir hätten gewinnen müssen“, erklärt der Mittelstürmer. Nicht nur bei ihm hapert es im Abschluss. „Wir müssen das Glück wieder erzwingen, noch geiler darauf sein, Tore zu machen“, sagt er vor den nun folgenden fünf Heimspielen gegen Eintracht Norderstedt am Sonnabend (14 Uhr), VfB Oldenburg, FT Braunschweig, VfL Wolfsburg II und im Landespokal-Viertelfinale gegen Drittligist Holstein Kiel.
 In kleinen Schritten wollen die Flensburger aus dem Tief herauskommen. Wenn gegen Norderstedt ein Sieg gelingt, sieht die Lage schon viel besser aus. „Und vielleicht können wir dann eine kleine Serie in den nächsten Heimspielen starten“, sagt Wulff. Er wolle die Situation beim Tabellen-14. nicht schönreden. „Wir sind genau so unzufrieden wie unsere Fans. Aber wir arbeiten daran, da herauszukommen.“ Er wünscht sich am Sonnabend ein Ende der Torflaute und schickt eine Kampfansage Richtung Norderstedt: „Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken und können gegen jeden Gegner punkten.“

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