Fussball-Verbandsliga : Das neue Ziel lautet Aufstieg

Trainer Benjamin  Pohlmann will mit dem ETSV Weiche II nächste Saison in die SH-Liga spielen.
Trainer Benjamin Pohlmann will mit dem ETSV Weiche II nächste Saison in die SH-Liga spielen.

Für den ETSV Weiche II soll die Verbandsliga nur Durchgangsstation sein . Trainer Pohlmann baut auf die große Kameradschaft im Team.

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28. November 2013, 08:00 Uhr

Die Konkurrenz in der Fußball-Verbandsliga Nord-West staunt nicht schlecht. Mit dem ETSV Weiche Flensburg II beherrscht ein Aufsteiger die Hinserie in der Spielzeit 2013/2014 fast nach Belieben. Mit klarem Vorsprung sicherte sich die Mannschaft von Trainer Benjamin Pohlmann frühzeitig die Herbstmeisterschaft. „Wir sind natürlich über unsere Erfolge sehr froh. Unsere Zuversicht war nach dem Aufstieg sehr groß, aber diese überragende Entwicklung haben wir auch nicht erwartet“, meint der Coach.

Nüchterne Zahlen dokumentieren den Erfolg der Regionalliga-Reserve: In 19 Begegnungen gab es 16 Siege, ein Remis gegen Titelanwärter SV Frisia 03 Risum-Lindholm (1:1) und lediglich zwei Niederlagen. Eine zum Saisonstart (1:4 gegen die SG Ladelund/Achtrup/Leck) und eine am vergangenen Wochenende (1:3 beim Tabellenzweiten FC Angeln). Die beeindruckende Zwischenbilanz des Spitzenreiters: 49 Punkte, 67:20 Tore.

Viele andere Vereine betrachten die Erfolgsgeschichte der zweiten Mannschaft von der Bredstedter Straße neidvoll. Sie verweisen darauf, dass die Siegesserie nur dadurch möglich wurde, weil entsprechende Unterstützung aus dem Regionalliga-Kader kam. „Das ist aber nur bedingt der Fall“, erklärt Pohlmann. „14 Spieler, die unserem Stamm angehören, kommen aus der eigenen Weicher Jugend.“ Allerdings verweist der 29-jährige Coach auch darauf, dass „selbstverständlich immer wieder einige Spieler aus der Ersten bei uns auflaufen, wenn sie nicht in der Liga eingesetzt werden. So ist die klare Absprache mit Daniel Jurgeleit“.

Die große Stärke der ETSV-Mannschaft ist ihre Ausgeglichenheit. Zudem lobt Pohlmann, „den Zusammenhalt und die große Kameradschaft innerhalb des Teams“. Das sei auch darauf zurückführen, dass das Gros schon seit einigen Jahren in der Zweiten zusammenspiele. Trainiert wird zwei Mal in der Woche. Das Engagement sei groß, betont Pohlmann. „Wir haben eine konstante Trainingsbeteiligung von 16 Spielern.“

Auch wenn es so scheint, dass die Mannschaft in der ETSV-Reserve der Star ist, so gibt es doch einige prägende Köpfe im Team. Dazu zählt Torhüter Dennis Emken (21 Jahre), der zum erweiterten Kader der Regionalliga zählt. Pohlmann über seinen Keeper: „Er strahlt eine souveräne Ruhe aus und versteht es glänzend, die Abwehr zu stellen.“ Gemeinsam mit Maxim Vasilenko (29) und Sandro Holland (27) in der Innenverteidigung spricht der Coach, „vom Besten, was es derzeit in der Liga auf diesen Positionen gibt“. Als Sechser davor hat der ballsichere Thore Schlünsen (21) im Verlaufe der Hinrunde „leistungsmäßig einen großen Sprung gemacht“, sagt Pohlmann. Schlünsen hält zudem Mittelfeld-Antreiber Dawid Kroll (27) immer wieder den Rücken frei. In der Spitze setzen Kapitän Alexander Zeh (29/16 Saisontreffer) und der 19-jährige Artur Hakopkochwjan die Akzente. Für Pohlmann „ist Alex in überragender Form und Artur ein Rohdiamant“.

Seine Mannschaft hält Pohlmann für so stark, dass er nicht über Ergänzungen in der Winterpause nachdenkt. Auch Marco Diedrichsen (VfB Nordmark Flensburg), der vor der Saison im Gespräch war, ist für den ETSV-Trainer, kein Thema mehr. Vielmehr baut Pohlmann auf Sven Zeidler. Der Stürmer hatte nach seiner sechsmonatigen Verletzungspause (Kreuzbandriss) vor drei Wochen seinen ersten Kurzeinsatz und erzielte gleich einen Treffer beim 6:1 gegen TSV Rantrum. Die 1:3-Niederlage am vergangenen Wochenende beim FC Angeln bereitet Pohlmann keine Kopfschmerzen, auch wenn der Verfolger bis auf sieben Punkte aufschloss. „Der Sieg geht voll in Ordnung. Angeln hat taktisch gut gespielt“, sagt der ETSV-Trainer und schaut nach vorn. Am Sonnabend (14 Uhr) wollen die Weicher im Heimspiel gegen Flensburg 08 II eine neue Erfolgsserie starten.

Die Richtung ist eindeutig. Dass zu Saisonbeginn ausgegebene Saisonziel (Platz acht bis zwölf) hat Pohlmann revidiert: „Wir stehen oben, wollen dort bleiben und natürlich aufsteigen. Das ist auch vom Verein gewünscht.“

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