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Handball-Bundesliga : Das nächste Spitzenspiel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die SG Flensburg-Handewitt empfängt heute um 19 Uhr in der Handball-Bundesliga die ebenfalls noch unbesiegte MT Melsungen. „Es ist wichtig, dass wir unsere Arbeit gut machen, wenn wir gewinnen wollen“, sagt Trainer Ljubomir Vranjes.

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erstellt am 12.Sep.2015 | 06:00 Uhr

Es war schon hart und es wird nicht leichter für die SG Flensburg-Handewitt. „In der Handball-Bundesliga hast du 34 Finals“, sagt Ljubomir Vranjes, „die Füchse Berlin schlagen beim Super Globe Barcelona und Veszprem, und Melsungen schlägt Berlin. Das zeigt, wie hoch das Niveau ist.“ Der SG-Trainer spricht dann auch von einem Spitzenspiel, wenn es um den heutigen Heimauftritt (19 Uhr, Flens-Arena) gegen die MT Melsungen geht.

Wie die Flensburger sind die Nordhessen nach vier Spieltagen ungeschlagen. „Das ist eine gute Mannschaft. Es ist wichtig, dass wir unsere Arbeit gut machen, wenn wir gewinnen wollen“, sagt Vranjes. Wie in den Derbys gegen Kiel und Hamburg darf man sich auf rustikale Härte einstellen, glaubt Vranjes: „Die tanzen mit und wir werden auch tanzen.“

Alfred Gislason fand den Tanz am vergangenen Sonntag gar nicht lustig und klagte später sein Leid. Der THW-Trainer entdeckte beim Videostudium des Derbys, dass die SG eigentlich 17 statt sieben Zeitstrafen verdient gehabt hätte. Vranjes findet das „fantastisch peinlich“ und kündigte an, dass es am 3. Oktober im nächsten Derby eine Antwort geben werde. Ansonsten freut er sich, „dass sich Alfred tagelang mit der SG beschäftigt“.

Über die allgemein auffällige Zeitstrafenflut an den ersten Spieltagen hat sich aber auch der SG-Trainer Gedanken gemacht: „Ich glaube, die Schiedsrichter haben etwas vor.“ Möglicherweise soll zu Saisonbeginn ein Zeichen gesetzt werden. „Das Spiel in Hamburg war schwer zu pfeifen, es war sehr aggressiv. Einige der Zeitstrafen kann ich aber nicht verstehen, es wurde ja nicht geschlagen“, meinte Vranjes. Heute pfeift mit Lars Geipel und Marcus Helbig (Steuden/Landsberg) ein Top-Gespann, auf dessen Linie man gespannt sein darf.

Dass die SG beim Sieg in Hamburg spielerisch unter ihren Möglichkeiten blieb, nimmt Vranjes gelassen. Der Start-Rückraum mit Rasmus Lauge, Jim Gottfridsson und Johan Jakobsson habe „super funktioniert“, nur sei zu viel verworfen worden. Das und häufige Unterzahl hätten die SG aus dem Rhythmus gebracht, „das kann gerade auswärts passieren“. Während Kentin Mahé (Innenband-Teilriss im linken Sprunggelenk) ausfällt, hat Jakobsson eine Knieprellung vom Mittwoch auskuriert und gestern wieder voll trainiert.

Rund ums Spiel

Personalie: Die SG hat für heute zu einer außerordentlichen Pressekonferenz geladen. Thema: Personalpolitik. Auf Nachfrage gab es eisernes Schweigen, man kann nur spekulieren: Ein vorzeitige Verlängerung des Vertrags von Ljubomir Vranjes (derzeit bis 2017) wäre zum Beispiel eine frohe Botschaft.

Gegner: Die MT Melsungen bewies mit zwei sechsten Plätzen in Folge Kontinuität, mit einem Etat von 4,5 Millionen Euro gehört der Club auch nicht zum Armenhaus der Liga. Zur neuen Serie gönnte man sich in Johan Sjöstrand (THW Kiel) und René Villadsen (ThSV Eisenach) ein neues Torhütergespann, das Verstärkung verspricht. Ansonsten kann MT-Coach Michael Roth auf ein eingespieltes Team setzen. Im Feld kam nur der neue Mittelmann Timm Schneider (Lemgo) dazu, der künftig neben dem serbischen Routinier Nenad Vuckovic den Angriff lenken soll. So ist der Ausfall von Patrick Fahlgren (Kreuzbandriss) bis Dezember zu verkraften. Die Rückraumspieler Momir Rnic und Michael Müller sowie die Außen Michael Allendorf und Johannes Sellin gehören ebenso wie Kreisläufer Felix Danner zu den wichtigsten Stützen.

Historie: Von bisher 21 Partien hat die SG 18 gewonnen, drei Mal gab es ein Remis.

Karten: Es gibt noch Stehplatz- und wenige Sitzplatz-Tickets.

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