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Fussball : Das große Fernduell im Titelkampf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Weiche II und Angeln spielen um Meisterschaft und Aufstieg. ETSV-Coach Benjamin Pohlmann erwartet ein Hammerspiel gegen VfB Nordmark.

Der ETSV Weiche II war 24 Spieltage Tabellenführer in der Fußball-Verbandsliga. Nach der 1:2-Niederlage beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm hat nun der FC Angeln 02 durch den gleichzeitigen 3:2-Sieg bei der SG Langenhorn mit einem Punkt Vorsprung Platz eins übernommen. Und nun wartet am Sonnabend (14 Uhr) auf die Fördestädter – so ETSV-Coach Benjamin „Tönni“ Pohlmann – „ein Hammerspiel“. Die Regionalliga-Reserve empfängt im Manfred-Werner-Stadion den wiedererstarkten Ortsrivalen VfB Nordmark.

Das Wundenlecken in Weiche ist noch nicht Geschichte. Zu tief sitzt die unnötige Niederlage vom vergangenen Wochenende. Dennoch zeigt sich Pohlmann kämpferisch: „Wir wollen wieder zurück an die Spitze. Dazu ist es erforderlich, dass wir mit dem nötigen Respekt vor dem Gegner in die Partie gehen.“ Aber auch die alten Tugenden bemüht er, um sein Team einzustimmen: „Nur mit bedingungslosem Einsatz, Zweikampfstärke und dem unbedingten Willen, das Spiel gewinnen zu wollen, werden wir erfolgreich sein.“ Neben der mentalen Einstellung müssen auch die offensichtlichen spielerischen Defizite kompensiert werden. „Wir müssen kompakter in der Abwehr stehen und unsere zahlreich herausgespielten Möglichkeiten einfach besser nutzen. In den vielen Spielen der Rückrunde fehlte häufig der Mega-Kick im Abschluss. Das haben wir in der Hinserie viel besser gemacht“, so Pohlmann, der personell keine Probleme hat. Wer den Kader aus der Liga verstärkt, ist noch unklar.

Im spannenden Fernduell um Titel und Aufstieg geht der Blick natürlich in Richtung Angeln. Dort steht der FC allerdings gegen den FC Tarp-Oeversee auch vor einer extrem schweren Aufgabe. Trainer Jimmy Klimmeck hat mit seinem Team von den zehn Spielen der Rückrunde nur zwei verloren (jeweils 0:1 gegen Weiche II und VfB Nordmark). Und Klimmeck hat angekündigt: „Wir haben nach dem unglücklichen 2:3 aus der Hinserie gegen Angeln noch etwas gut zu machen.“

Restprogramm ETSV Weiche II:


ETSV Weiche II – Nordmark Flensburg
ETSV Weiche II – TSV Nordmark Satrup
TSV Nordhastedt – ETSV Weiche II
ETSV Weiche II – TSV Rantrum

Restprogramm FC Angeln 02


FC Angeln 02 – FC Tarp-Oeversee
IF Tönning – FC Angeln 02
FC Angeln 02 – MTV Tellingstedt
BW Löwenstedt – FC Angeln 02

So tippen die anderen Verbandsliga-Trainer:

Bernd Hansen (BW Löwenstedt): „Ich bekomme ja vieles in der Fußball-Szene mit. Wenn bei Weiche die Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft besser funktionieren würde, würde ich sagen, Weiche macht das Rennen. So aber glaube ich eher an Angeln. Das einzige, was Detlef Hinrichs und sein Team zum Stolpern bringen könnte, ist das letzte Saisonspiel bei uns.“

Sascha Möller (Flensburg 08 II): „Mein Bauchgefühl sagt Weiche. Angeln hat zwar eine tolle Serie gespielt, aber ich glaube, dass Weiche das Rennen macht. Ich rechne damit, dass die Reserve-Mannschaft noch entsprechende Unterstützung aus der Liga bekommen wird.“

Rüdiger Boysen (VfB Nordmark Flensburg): „Der ETSV Weiche II wird nicht Meister, weil wir hundertprozentig in Weiche gewinnen. Dabei nehme ich auch keine Rücksicht auf meinen Schwiegersohn Maxim Vasilenko, der in Weiche in der Abwehr spielt. Im Fußball gibt es keine Rücksicht. Nach dem Schlusspfiff ist das anders.“

Jimmy Klimmeck (FC Tarp-Oeversee): „Meine Sympathien liegen bei meiner Mannschaft und grundsätzlich ist es mir egal, wer das Rennen macht. Weiche spielt den besseren Fußball, und Angeln hatte oftmals richtig viel Glück. Wie auch bei unserer 2:3-Hinspielniederlage, als die Angelner zwei Elfmeter bekamen. Die wissen bis heute nicht, wie sie das Spiel gewonnen haben. Aber Weiche ist auch nicht immer wie eine Spitzenmannschaft aufgetreten und hat offenbar nicht das beste Nervenkostüm und das große Flattern bekommen. Trotzdem: Angeln wird noch stolpern.“

Bodo Schmidt (SV Frisia 03 Risum-Lindholm): „Weiche ist vielleicht das Team mit der besseren Spielanlage und hat sich bei uns als fairer Verlierer gezeigt. Aber ich drücke eigentlich Angeln die Daumen.“

Sven Scherner (TSV Friedrichsberg-Busdorf): „Die Tendenz spricht klar für Angeln. Die Mannschaft hat nach dem schlechten Saisonstart alle Spitzenspiele für sich entschieden und unheimlich viel Selbstvertrauen gewonnen. Die Mannschaft glaubt an sich und wird bis zum Ende durchhalten. Ich hoffe nur, dass die Spieler sich nicht unter Druck setzen und selbst blockieren.“

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