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Fussball : Das erste Saison-Tor ist überfällig

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionalliga: ETSV Weiche empfängt im Landesderby den VfR Neumünster. Jurgeleit: „Das ist kein Fußball-Alltag.“

Die Bilanz spricht eindeutig für den ETSV Weiche. Die Flensburger holten im Landesderby gegen den VfR Neumünster in den vergangenen acht Pflichtspielen fünf Siege und drei Unentschieden. Aber in der neuen Saison der Fußball-Regionalliga warten die ambitionierten Flensburger noch auf das erste Tor und den ersten Erfolg. Die als Abstiegskandidat gehandelten Gäste liegen hingegen nach dem 2:0-Heimerfolg gegen den VfB Oldenburg voll im Soll. Gespielt wird erstmals am Sonntag (14 Uhr). Der ETSV Weiche will testen, ob dann mehr Zuschauer ins Manfred-Werner-Stadion kommen.

„Die bisherigen Ergebnisse sind nicht zufrieden stellend. Ein Punkt ist absolut zu wenig“, sagt Daniel Jurgeleit. Doch der ETSV-Trainer bleibt nach dem 0:0 gegen den FC St. Pauli II und dem 0:1 gegen Hannover 96 II nach außen hin ganz gelassen. „Wir haben beide Spiele bestimmt. Es hätte sich keiner beschweren können, wenn wir zweimal gewonnen hätten. Dann hätten wir jetzt sechs Punkte gehabt.“

Hätte, wenn und aber zählt jedoch nicht. Das weiß auch Jurgeleit. „Darum müssen wir aus den ersten Spielen unsere Schüsse ziehen.“ Einer heißt: „Wir werden von den Gegnern mehr wahrgenommen und ernst genommen.“ Mit der Folge, dass sogar die spielstarken U23-Mannschaften der Bundesligisten sehr passiv gegen Weiche spielten. Chancen hatten die Flensburger in beiden Partien. Aber Tore wollten bislang nicht gelingen. Da passte das Testspiel unter der Woche gegen den FC Sonderburg (5. Liga) gut ins Konzept. Die Offensive stand dabei im Blickpunkt, wobei Jurgeleit zur Pause die Mannschaft komplett wechselte. Mit dem 7:4 (4:2) war er sehr zufrieden. „Die erste Reaktion nach der Niederlage in Hannover war in Ordnung. Die Mannschaft hat die Vorgaben in beiden Hälften gut umgesetzt.“ Heraus kamen zum Teil schön herausgespielte sieben Treffer. „Sonst haben wir gegen Sonderburg nur zwei, drei Tore erzielt.“

Auf das Landesduell freuen sich die Flensburger. Die Derbys gegen Neumünster, Pokalspiele gegen Holstein Kiel und die Vergleiche gegen Traditionsmannschaften wie Meppen oder Oldenburg seien immer etwas Besonderes, betont Daniel Jurgeleit. „Das ist kein Fußball-Alltag. Da sind die Spieler noch etwas mehr motiviert, noch mehr fokussiert.“ Das ist auch wichtig, denn ein Dreier muss her. „Die Mannschaft kann sich noch steigern. Das Spiel gegen Neumünster ist eine gute Gelegenheit, das zu zeigen“, sagt der Weiche-Coach, dem bis auf Christoph Dammann und Lukas Linhardt (Knöchelverletzung) alle Spieler zur Verfügung sehen. „Es wird mit Sicherheit eine Veränderung geben“, sagt Jurgeleit. Welche, sagt er nicht. Aber Tim Wulff, dem der Trainer 20 Saisontore zutraut, ist wohl gesetzt.

Locker geht VfR-Coach Uwe Erkenbrecher in die Partie. Gegen St. Pauli beobachtete er die Flensburger. Sein Team hatte am Tag zuvor zum Auftakt 1:2 in Norderstedt verloren. Der Ex-Profi trug’s mit Galgenhumor: „Da wir der Abstiegskandidat Nummer eins sind, brauchen wir uns noch keine Sorgen zu machen.“

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