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Fussball : Das Duell der Angeschlagenen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionalliga: Weiche empfängt den Ex-Zweitligisten SV Meppen. Trainer Daniel Jurgeleit: „Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren.“

Genau drei Monate ist es her. Am 24. Mai 2014 besiegte der ETSV Weiche den SV Meppen im letzten Heimspiel der vergangenen Saison mit 4:0 und legte eine Punktlandung mit Platz sechs in der Fußball-Regionalliga hin. In dieser Spielzeit wollen die Flensburger noch einen Tick besser abschneiden, Platz fünf hat Trainer Daniel Jurgeleit als Ziel ausgegeben. Aber nach vier Spielen stehen nur vier Punkte und zwei geschossene Tore zu Buche. Und jetzt wartet mit dem SV Meppen im Heimspiel am Sonntag, 24. August, ein ordentliches Kaliber. Mit einem Sieg würde die Lage schon wieder viel besser aussehen. Anstoß im Manfred-Werner-Stadion ist um 14 Uhr.

Es ist das Duell zweier Viertligisten, die sich in dieser Saison viel vorgenommen haben. Aber beide Teams blieben bislang hinter den Erwartungen zurück. Der SV Meppen – neben Wolfsburg II und Bremen II der große Titelfavorit – ist angeschlagen. Das Team von Trainer Christian Neidhart verlor am vergangenen Wochenende zu Hause das Nachbarschaftsduell gegen den VfB Oldenburg mit 1:2 und rangiert punktgleich vor Weiche auf Platz acht. „Der Start ist nicht geglückt. Und wenn man ein Derby verliert, dann nagt das immer“, erklärt Neidhart. Immerhin zog der Ex-Zweitligist am Mittwoch durch ein 1:0 beim Oberligisten Rotenburger SV ins Pokal-Halbfinale in Niedersachsen ein.

Jurgeleit will nach vier Spielen nicht von einer Krise sprechen. „Keiner konnte erwarten, dass wir wie in der vergangenen Saison mit vier Siegen starten. Es ist ja nicht so, dass wir nur vier Punkte haben und katastrophal spielen“, sagt er. „Mit drei Punkten mehr wären wir voll im Soll. Und die hätten wir gegen den HSV oder Hannover 96 holen können.“ Vor allem das Spiel beim Tabellenführer aus Hamburg, das 1:3 verloren ging, stimmt Jurgeleit zuversichtlich. „Wir haben gegen einen starken Gegner ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hatten den HSV unter Kontrolle, und wenn wir die 1:0-Führung mit in die Pause nehmen, gewinnen wir. Da hätten wir ein Ausrufezeichen setzen können.“ Das gelang nicht, und so war die Stimmung bei den Spielern nach der Partie auf dem Nullpunkt. „Aber bei 34 Spieltagen ist das ab und zu der Fall. Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren“, so Jurgeleit.

Der Trainer versucht, den Druck von der Mannschaft zu nehmen. „Wir dürfen jetzt nicht drei Schritte auf einmal machen, sondern müssen uns konzentrieren, stabil bleiben und unsere Chancen besser nutzen“, heißt seine Losung. Auch das Saisonziel, besser als in der Vorsaison abzuschneiden, muss erst einmal in den Hintergrund treten. „Wir müssen uns im Moment um andere Dinge kümmern und Punkte holen.“

Personell hat Jurgeleit keine Sorgen. Nur Ersatzkeeper Andre Hagge fällt mit Schulterproblemen aus. Jonas Walter, in Hamburg nicht dabei, rückt wieder in den Kader. „Er ist eine feste Größe in der Mannschaft“, sagt der Trainer.

Eine erste Zwischenbilanz will Jurgeleit nach sechs Spielen ziehen. Also nach den Begegnungen gegen Meppen und in Havelse. „Das ist ein ordentliches Programm, das ist uns bewusst“, meint er. Trotz der etwas angespannten Lage freut sich der ETSV–Trainer auf den Ex-Zweitligisten. „Da können wir uns beweisen. Aber niemand kann von uns erwarten, dass wir Meppen wieder 4:0 weghauen.“ Jurgeleit hätte auch nichts dagegen, wenn sein Team schlechter als beim HSV spielen würde, dafür aber die Punkte holt.

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