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Handball : Daniela Gustin nicht zu stoppen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

2. Liga: Schwedin erzielt 16 Treffer beim überraschenden 28:25-Heimsieg des TSV Nord Harrislee gegen Zwickau.

Alle Achtung. Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee ließen in der 2. Bundesliga nach dem überzeugenden 35:27 bei der SGH Rosengarten-Buchholz einen 28:25 (17:13)-Heimsieg über den favorisierten Tabellenfünften BSV Sachsen Zwickau folgen. Dabei düpierte die überragende Daniela Gustin mit 16 Treffern die Gästedeckung und führte den Nordexpress am drittletzten Spieltag mit 22:30 Punkten auf Rang neun. Sportlich würde das den Klassenerhalt bedeuten, wenn der Nord-Vorstand nicht anders entschieden hätte.

Von Anpfiff an bekamen die gut 200 Zuschauer in der Holmberghalle eine schnelle, kampfbetonte und hochinteressante Begegnung zu sehen. Nach ausgeglichenem Beginn und einem 3:3 (7.) griff zunächst der Zwickauer Schachzug mit einer offensiven Deckung gegen die beste Nord-Saisonschützin Kristin Machau. So legten die Gäste ein 7:4 (12.) vor. Doch Harrislees Coach Thomas Blasczyk justierte in einer Auszeit nach und brachte Daniela Gustin für den Rückraum. So bekamen die Gastgeberinnen mehr Durchschlagskraft aus der zweiten Reihe, denn die junge Schwedin schwang sich zu einer überragenden Leistung auf. Auch die Deckung packte danach beherzt zu, und Torhüterin Linda Kühl zeigte einige Paraden. So kam der Nordexpress in Fahrt und verkürzte schnell auf 7:8 und 10:11 (22.). Vier Tore in Folge bedeuteten drei Minuten später einen 14:11-Vorsprung. Auch der Zwickauer 13:14-Anschlusstreffer konnte die Harrisleer nicht stoppen, ein Gustin-Hattrick brachte eine 17:13-Halbzeitführung.

Gleich nach Wiederanpfiff zog Nord durch einen Doppelschlag von Gustin und einem Treffer der in Abwehr und Angriff vorbildlich rackernden Mannschaftsführerin Lena Schulz auf 20:13 davon. Doch die Gäste aus Sachsen ließen sich nicht abschütteln, waren beim 16:20 (39.) wieder auf Tuchfühlung und verkürzten auf 22:24 (50.). Doch Marie Andresen im Tor und die beste Spielerin des Tages, Daniela Gustin, sorgten dafür, dass sich der Nordexpress entscheidend absetzte. Andresen parierte wichtige Bälle und Gustin legte einen weiteren Hattrick zum vorentscheidenden 27:22 (55.) drauf. Am Ende stand ein hochverdienter 28:25-Heimsieg. Nach der Partie war Nord-Coach Thomas Blasczyk stolz auf seine Mannschaft. „Es war ein toll anzusehendes Bundesligaspiel mit vielen taktischen Finessen. Mein Team hat wieder einmal die absolute Leistungsbereitschaft gezeigt“, sagte der Trainer und ergänzte: „Wir haben Zwickau in der zweiten Hälfte auf Distanz gehalten und mit dem Sieg eine weitere Überraschung geschafft. Jetzt stehen wir auf Platz neun. Das ist die größte Überraschung und spricht für den Charakter und Zusammenhalt dieser tollen Mannschaft.“

TSV Nord Harrislee: Jackstadt, Andresen, Kühl - Riebow, Schultze, Patrail, Schulz (2), Carstensen, Gustin (16/5), Behrendsen (4), Köster (2), Maassen, Maier (2), Machau (2), Prante.
BSV Sachsen Zwickau: Splinter, Neagoe - Starcek (6/2), Aleksandraviciute (4), Kallenberg (1), Assmann, Bachrata (4), Choinowski (4), List (4), Zuber (2).

Schiedsrichter: Mücke/Titze.

Siebenmeter: 5/7:2/2. –
Zeitstrafen: 6:6 Minuten.

Zuschauer: 200.

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