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Fussball : Brisantes Flensburger Finale

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kreispokal: TSB und 08 treffen heute auf dem Eckenerplatz aufeinander. Beide Mannschaften kennen sich aus dem Effeff.

Im Pokalfinale des Kreisfußball-Verbandes (KFV) Schleswig-Flensburg treffen heute zwei Flensburger Rivalen aufeinander. Kreisligist und Verbandsliga-Aufsteiger TSB Flensburg empfängt Flensburg 08, den Tabellensiebten der Schleswig-Holstein-Liga. Nach langem Tauziehen um den Austragungsort, das Endspiel war ursprünglich in Schleswig angesetzt, wird die Partie heute um 19 Uhr auf dem Eckenerplatz in Flensburg angepfiffen.

Die Begegnung dieser beiden ehemals befreundeten Clubs hat eine gewisse Brisanz. Die Verhältnis der Vereine ist seit der gescheiterten Fusion und gravierender Personalrochaden im vergangenen Jahr nicht gerade harmonisch. Deshalb beschwören beide Coaches Frank Papenberg (08) und Joachim „Jockel“ Press (TSB), sich auf das Fußballspielen zu konzentrieren. „Es treffen zwei technisch gute Mannschaften aufeinander, die druckvoll nach vorne spielen wollen und nicht tief in der Abwehr stehen“, erklärt Press. Papenberg freut sich, „auf ein Spiel zweier Traditionsmannschaften mit Derby-Charakter“.

Beide Mannschaften kennen sich aus vielen gemeinsamen Auftritten aus dem Effeff. Viele Spieler haben früher zusammengespielt und kicken immer noch gemeinsam in einer Futsal-Hallengruppe – und zwar sehr erfolgreich. In der Winterpause wurden sie norddeutscher Meister. Dennoch besteht eine gesunde Rivalität, bei der Respekt und Fairness hoffentlich oberste Priorität genießen.

Die Favoritenrolle wird durch die beiden Trainer unterschiedlich interpretiert. „Von der Papierform her sind wir natürlich Favorit“, sagt Papenberg und ergänzt: „Aber real ist der TSB mit uns auf Augenhöhe. Die Mannschaft ist kein wirklicher Kreisligist. Da spielen mindestens zehn Spieler mit SH-Liga- oder Regionalliga-Erfahrung.“ Die Wahrnehmung von „Jockel“ Press: „Wir freuen uns auf einen hochklassigen Schleswig-Holstein-Ligisten, der natürlich der eindeutige Favorit ist.“ Und er fügt hinzu: „Meine Jungs haben mehr Lust zu gewinnen, als die Angst zu verlieren.“

Personell haben beiden Teams einige Probleme. Die TSBer Chris Lauer, Lars-Ole Puttins und Jan-Niklas Galke sind angeschlagen. „Ob sie spielen können, bleibt abzuwarten“, sagt Press. Bei Nullacht gibt es in der Offensivabteilung einige Fragezeichen. Die Brüder Mergim und Rinor Kuci laborieren an muskulären Problemen. Flemming Barth muss heute noch seine praktische Abiturprüfung in Sport ablegen. „Aber möglicherweise kann ich Vadim Galinger einsetzen, der in den letzten Wochen schon schmerzfrei mittrainiert hat“, hofft Papenberg, dessen 4-2-3-1-Taktik unverändert bleibt. Darauf wird der TSB vorbereitet sein. „,Jockel’ wird sicherlich eine taktisch Antwort parat haben. Immerhin kennt er meine Mannschaft sehr gut“, glaubt Frank Papenberg.

Ein Sieg könnte sich lohnen. Auf den Nachfolger des TSV Kropp, der im Vorjahr Schleswig 06 im Finale mit 3:0 bezwang, warten im Sommer kurz vor dem Saisonstart attraktive Gegner. Im Achtelfinale des Landespokals sind Drittligist Kiel und die Regionalligisten mit im Lostopf. So könnte der Gegner Kiel oder ETSV Weiche heißen.

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