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Zweiter Durchgang der 2. Segel-Bundesliga in Lindau : Bodensee fest in norddeutscher Hand

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Besser geht es kaum für die Teams aus der Region: Der Schlei-Segel-Club führt die 2. Segel-Bundesliga nach dem zweiten Event an, der Flensburger Segel-Club rückt mit dem Tagessieg auf Platz drei vor.

„Das war richtig cooles Segeln“, war Suzanne Willim auch zwei Tage nach dem zweiten Event der 2. Segel-Bundesliga in Lindau am Bodensee noch begeistert. Die Taktikerin des Schlei-Segel-Clubs (SSC) hatte allen Grund, gut gelaunt zu sein. Der SSC segelte auf dem Bodensee auf Platz zwei und führt die Tabelle – nachdem es schon Ende April auf dem Chiemsee für Platz vier gereicht hatte – vorerst vor der Seglervereinigung Itzehoe an. „Darüber freuen wir uns sehr. Aber es ist alles unglaublich dicht“, meinte Willim.

Stimmt: In der Summe der Ranglisten-Platzierungen weist der SSC ebenso wie Verfolger Itzehoe sechs Zähler auf, nur zwei Punkte dahinter liegt der Flensburger Segel-Club (FSC) auf Platz drei. Der FSC gewann das Event am Bodensee und machte nach dem ausbaufähigen Auftakt am Chiemsee einen großen Satz nach vorne. „Eine tolle Teamleistung. Dass es zum Sieg gereicht hat, ist natürlich optimal“, sagte Steuermann Michael Illgenstein.

Einzig die Seglervereinigung Gelting-Mole konnte nicht zufrieden sein. Sie landete in Lindau auf dem 14. Rang und fiel im Gesamtklassement auf den drittletzten Platz zurück. „Wir sind nicht so die Leichtwind-Experten, mögen Wind und Welle lieber“, sagte Teammanager Peer Schickedanz. Der Neuling sammelte Erfahrungen, hofft nun auf Punkte auf den „Heimrevieren“ der Ostsee.

„Die 2. Liga hat deutlich an Niveau gewonnen“, befand Illgenstein. Der Hamburger hatte auch für die Konkurrenz aus dem Norden ein Lob parat: „Der SSC war ein Top-Gegner. Er hat bis zur letzten Wettfahrt geführt, erst dann sind wir vorbeigezogen.“ Bei Leichtwind hatte der Erstliga-Absteiger zunächst Anlaufprobleme, steigerte sich aber kontinuierlich und durfte am Ende jubeln. „Wir haben uns immer besser reingefuchst“, sagte Illgenstein, der gemeinsam mit Jörg Rothert (Taktik), Tobias Konow (Trimm) und Bernhard Outzen (Vorschiff) den Tagessieg klarmachte. „In dieser Konstellation haben wir 2017 noch nicht zusammen gesegelt“, sagte Illgenstein. Nach dem eher enttäuschenden Saisonstart hatten die Flensburger einen Platz unter den ersten Fünf angepeilt und auf einen Platz auf dem Treppchen gehofft.

Dass der Schlei-Segel-Club vorübergehend von oben grüßt, kommt für Suzanne Willim nicht ganz überraschend: „Wir wissen, dass wir es können. Außerdem liegt uns das Format.“ Bis auf ein verpatztes Rennen (Platz sechs) segelte die SSC-Crew, der diesmal neben Suzanne Willim Ehemann Andreas, Sohn Luke und Henning Sohn angehörten, in Lindau sehr konstant und landete gleich sechs Mal ganz vorne. „Die Taktik funktionierte hervorragend, die Zusammenarbeit der Crew war super“, erklärte Willim. Nur am Ende lief es nicht ganz so gut, als der SSC eine Tonne verfehlte. „Wir wollten eigentlich auf Sicherheit segeln, sind dann aber doch etwas zu viel Risiko gegangen.“ So konnte die Konkurrenz aus Flensburg noch vorbeiziehen. Willim: „Wenn wir es jemandem gönnen, dann ihnen.“

Ergebnisse+Tabelle: www.segelbundesliga.de

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