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Blackout bringt den DHK um Punkte

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Drittliga-Handballer des DHK Flensburg verlieren beim letztem Heim-Auftritt von Trainer Matthias Hahn 22:27 gegen den Oranienburger HC. Danach hatte es nach dem ersten Durchgang noch nicht ausgesehen.

Die Handballer des DHK Flensburg mussten in ihrem letzten Heimspiel der Drittliga-Saison 2016/17 eine Niederlage einstecken. Wegen einer ganz schwachen Viertelstunde in der zweiten Halbzeit stand am Ende eine 22:27 (11:11)-Pleite gegen den Oranienburger HC. Dabei verlief der erste Durchgang durchaus verheißungsvoll und zunächst mit Vorteilen für die Gastgeber.

Das Hahn-Team konnte sich beim 4:2 (7.) und 6:4 (11.) jeweils eine Zwei–Tore-Führung herauswerfen. Die Deckung war beweglich und verzeichnete viele Balleroberungen. Dadurch kam der DHK zu Tempogegenstößen. Doch schon im ersten Durchgang vergaben die Gastgeber eine Fülle an Chancen. Das Problem war dabei nicht unbedingt das Scheitern an den gegnerischen Torhütern. „Die Spieler haben es mit zu vielen Hebern und Drehern versucht“, vermisste Matthias Hahn die letzte Konsequenz im Abschluss. Dennoch war er mit den ersten 30 Minuten zufrieden. „Wir haben gut gespielt und uns ja auch die Chancen herausgearbeitet.“ Sein Team geriet beim 6:7 und 8:9 selbst nur knapp in Rückstand und auch beim 11:11 zur Pause war noch alles drin. Zehn Minuten nach dem Wechsel traf Lasse Worm und die Fördestädter legten mit 15:14 wieder eine eigene Führung vor. Dann kam der DHK-Angriff endgültig aus dem Tritt. Im Positionsspiel produzierten die Flensburger zu wenig Druck und leisteten sich überhastete Abschlüsse. Es wurde geworfen, obwohl die Lücken dafür nicht da waren. Zudem scheiterte die Offensive nun auch am gut aufgelegten Oranienburger Torhüter Simon Herold. Die Deckung ließ sich von der Nervosität anstecken und fing an zu bröckeln. So hatten die Gäste, die mit nur neun Feldspielern angetreten waren, leichtes Spiel und sorgten mit einem 10:1-Lauf zum 24:16 für die Vorentscheidung. Immerhin zeigte der DHK in der Folge Einstellung und verkürzte trotz der bereits gefallenen Entscheidung noch auf 22:25 (55.). Zu mehr reichte es nicht.

Nach der Partie war dem scheidenden DHK-Trainer Matthias Hahn die Enttäuschung anzumerken. „40 Minuten lang war eigentlich alles okay. Auch wenn wir viele Chancen vergeben haben, stand die Abwehr gut. Doch es war danach ein Spiegelbild der Saison. Als zwei oder drei Mal etwas nicht klappte, wurden meine Spieler unruhig. Wir alle haben uns das letzte Heimspiel anders vorgestellt“, so das ernüchternde Fazit von Hahn, der am Sonnabend (19 Uhr) in seinem letzten Spiel auf der DHK-Bank in Magdeburg auf einen würdigen Abschluss hofft. „Wir wollen Magdeburg noch einmal ärgern. Die Mannschaft wird dort heiß sein.“

DHK Flensburg: Weidner, Ejlersen – Ilper, Zakrzewski (4), Jessen, Moisen, Brüne (7), Worm (1), Wickert-Grossmann, Wohldmann, Timm (2), Johannsen (1), Bruhn (6/3), Tölle (1).

Oranienburger HC: Herold, Szabo – Stelzig (5), Schmöker (4/2), Dömeland (2), Frangis (6), Manderscheid (4), Kehl, Kleinert, Ökzüz (1), Sauß (5). Schiedsrichter: Bergmann/Lochner (Hamburg). – Zuschauer: 300. – 7m: 3/3:2/2. – Zeitstrafen: 2:2.

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