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sportler des jahres 2013 : Bis in die Fußspitzen motiviert

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Er ist Führungsspieler beim Fußball-Regionalligisten ETSV Weiche Flensburg. Matthias Hummel freut sich auf die Ehrung – und auf das Pokalfinale als Höhepunkt der Saison.

Mit 29 Jahren zählt Matthias Hummel beim Regionalligisten ETSV Weiche zu den Fußball-Oldies. Darum hat er auch mit Trainer Daniel Jurgeleit besprochen, dass er bei den drei Hallenturnieren in der Winterpause kürzer tritt und nur einmal mitspielt. „Ich bin vorsichtiger geworden und will nicht zu viel riskieren“, erzählt der Abwehrchef und ergänzt: „Auch wenn man von den anderen schon ein wenig belächelt wird, ich merke die Belastung in den Knöcheln und Knien am nächsten Tag noch.“ Nach seiner Wahl zum Flensburger Sportler des Jahres 2013 stand für ihn fest: „Das ist für mich ein besonderer Ansporn. Da sollte ich mich auf dem Spielfeld zeigen.“ Aber der Trainer hat andere Pläne. Jurgeleit baut auf Hummel beim Hallenmasters am Sonnabend in Kiel. Darum ist der gebürtige Kieler heute Abend bei der Ehrung in der Pause des Hallenturnier in der Flens-Arena nur Zuschauer, wenn der ETSV Weiche im Feld der Profiteams FC St. Pauli, Arminia Bielefeld, VfL Osnabrück und SønderjyskE Eigenwerbung betreiben will.

Der Jahresauftakt verlief für die Flensburger sehr negativ. Nach einer schwachen Vorstellung schied der Regionalligist beim Turnier des PSV Flensburg in der Vorrunde aus. Danach gab es klare Worte. Hummel selbst war nicht dabei. „Aber wie ich gehört habe, war die Kritik berechtigt. Die Mannschaft hat auf allen Ebenen zu wenig gezeigt. Das darf nicht passieren.“ Heute Abend erwartet der Routinier, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigt. „Denn wir können wesentlich mehr. Und Halle hat viel mit Spaß am Fußball zu tun.“

Auf dem Feld will Matthias Hummel „so hoch wie möglich attraktiven Fußball spielen“. Er weiß: „Das lohnt sich. Mit Holstein habe ich schon einiges erlebt.“ Zum Beispiel stand er mit den Kielern einmal in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den Hamburger SV. Mit Weiche ist es nur noch ein Schritt, um erneut so weit zu kommen. „Nur“ Holstein Kiel steht im Landespokalfinale noch im Weg. Dieses Endspiel am 16. Mai sei für den Verein ein ganz großes Erlebnis, glaubt der 29-Jährige, der bis in die Fußspitzen motiviert ist. Um zum richtigen Zeitpunkt gegen den Drittligisten topfit zu sein, „müssen wir uns in die Rückrunde reinhängen, um mit der besten Form und viel Selbstvertrauen ins Finale zu gehen“, erklärt der Innenverteidiger, der schon lange mit der ehemaligen Kieler Zweitliga-Fußballerin Rachel Pashley zusammen lebt. Beide haben eine eineinhalbjährige Tochter (Marla) und in Kiel-Russee ein Haus gekauft. Beruflich arbeitet der Groß- und Außenhandelskaufmann bei einer Online-Firma und verkauft Weine.








Weiche-Kader beim Turnier in der Flens-Arena: Hagge, Emken – Kroll, Holland, Strömer, Böhnke, Dammann, Walter, Thomsen, Meyer, Wulff, Ilidio.

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erstellt am 08.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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