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Nord Stream Race : Auf Kurs nach St. Petersburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Elf Yachten machen sich beim Nord Stream Race auf die 800 Seemeilen lange Reise von Flensburg nach Russland.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2013 | 14:02 Uhr

Das spektakuläre Highlight zum Ende der Segelsaison an der Flensburger Förde steht kurz bevor. In gut einer Woche wird das Nord Stream Race von Flensburg über 800 Seemeilen nach Sankt Petersburg gestartet. Elf Yachten in zwei Klassen gehen die Herausforderung über die Ostsee in die zweitgrößte russische Stadt an, darunter fünf Big Boats der Einheitsklasse Gazprom Swan 60. Der Start erfolgt für die sechs ORC-Yachten am Sonntag (15.9./12.30 Uhr) für Swan 60-Schiffe am Montag (16.9./12.30 Uhr). Ausrichter der äußerst interessanten Hochseeregatta sind der St. Petersburg Yacht-Club (SPBYC) und der Norddeutsche Regatta Verein (NRV). Unterstützt werden die Vereine durch den Flensburger Segel-Club (FSC) und die Marina Sonwik, wo im Vorwege der Starts eine spektakuläre Match Race-Serie der Swan 60-Yachten ausgetragen wird. Fünf Teams aus fünf Nationen werden am Donnerstag (12.9.) im direkten Boot-gegen-Boot-Vergleich gegeneinander antreten. Der erste Start ist für 12 Uhr angesetzt. Das Finale wird voraussichtlich um 19.30 Uhr gestartet. „Das wird sicherlich eine hochgradig interessante Auseinandersetzung“, sagt FSC-Regatta-Obmann Claus-Otto Hansen, der mit seinem Team die Wettfahrtleitung für die Match Race-Serie übernommen hat. Außerdem werden die Gazprom Swan 60-Yachten an einigen Rennen der 103. Flensburger Fördewoche teilnehmen – auch um das traditionell ausgesegelte Blau-Gelbe Band für nicht an der Förde beheimatete Schiffe. Dafür verlost der sh:z zwei Plätze für Gastsegler.

Zu den Teilnehmern der zweiten Auflage des Nord Stream Race gehört das Team Germany des Norddeutschen Regatta Vereins mit Thomas Jungblut am Steuer. Profisegler Tim Kröger wird wie bei der Nord Stream Race-Premiere 2012 das Team Europe skippern. Ebenfalls wieder dabei ist das Team Russia mit Vladimir Liubomirov am Steuer. Mit Adrian Stead nimmt ein weiterer großer Name aus der Segelwelt teil. Der 46-jährige Brite steht am Steuer der „Tsaar Peter“. Als Newcomer kommt das Team Turkey auf der „Petit Flamme“ daher, das mit dem 38-jährigen Cenk Tekkaya aus Istanbul am Ruder für einige Überraschungen sorgen könnte.

Die Route wird Bornholm auf der Ostseite passieren und von dort der Nord Stream Pipeline ans nordöstliche Ende der Ostsee folgen. Zwischen vier bis sechs Segeltagen rechnet Wettfahrtleiter Alan Green für die Etappe entlang den Gewässern von Deutschland, Polen, Dänemark, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und schließlich Russland. „Ohne Zwischenstopp an einer 800 Seemeilen langen Regatta im Herbst der nördlichen Hemisphäre teilzunehmen, ist eine große Herausforderung“, sagt Green. „Wenn die Yachten vor St. Petersburg die Ziellinie überqueren, wird das atemberaubend sein.“

Dieses Gefühl nach einem langen Ritt das Ziel erreicht zu haben, kennt auch der auf allen Weltmeeren erfahrene Hamburger Segelprofi Tim Kröger. „Die Regatta ist eine tolle Idee und eine große Herausforderung für die Teilnehmer. Mit Westwind kann es nach St. Petersburg eine schnelle Reise werden, aber mit Wind aus Ost oder Nordost wird es ein Kampf.“

 

Typ

Gazprom Swan 60

Werft

Nautors Swan Finnland

Länge

18,86 Meter

Breite

5,09 Meter

Ballast

7700 Kilogramm

Verdrängung

18.700 Kilogramm

Gewicht

21 Tonnen

Tiefgang

3,60 Meter

Segelfläche

221 qm; Gennaker 320 qm

Masthöhe

28,30 Meter

Grundpreis

etwa 2,8 Millionen Euro

 

Starterliste

Gazprom Swan 60-Yachten

1. „Tsaar Peter“ Team Großbritannien
2. „Petite Flamme“ Team Türkei
3. „Bronenosec“ Team Russland
4. „Spirit of Europe“ Team Europa
5. „SGM“ Team Deutschland
ORC-Yachten:

6. „Nordic Falcon“ (J/V 55) Eckhart Gerlinger
7. „Haspa Hamburg“ (J/V 52) Georg Christiansen
8. „Outsider“ (Elliot 52) Tilmar Hansen
9. „Blagodarnost“ II (Elliott 45) Sergei Pavlenko
10. „UCA“ (Brenta 60) Jan Dabelstein
11. „Opal“ (Elliott 57) Edward Reinholdt

 

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