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Pferdesport : Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Olympiasieger Peter Thomsen reitet bei der ersten WM-Sichtung in Marbach mit „Cayenne“ auf Platz zehn.

Peter Thomsens Start in die WM-Saison ist geglückt. Bei der Vielseitigkeit in Marbach/Baden-Württemberg präsentierten sich die Buschreiter in der neuen Saison erstmals den kritischen Blicken der Bundestrainer. Der 53-jährige Lindewitter belegte bei der Drei-Sterne-Prüfung mit seinen Pferden „Cayenne“ und „Barny“ im großen und stark besetzten Feld von knapp 100 Teilnehmern die Plätze zehn und 18. „Beide Pferde haben sich sehr gut in Szene gesetzt. Die Bundestrainer waren sehr zufrieden“, sagte der zweifache Mannschaftsolympiasieger.

Die Top-Pferde und die Erfolge des vergangenen Jahres hatten Peter Thomsen darin bestärkt, sein Leben noch einmal komplett umzukrempeln. Nachdem er bei der Vielseitigkeits-EM in Malmö mit „Cayenne“ den fünften Platz in der Einzelwertung belegt und bei den Deutschen Meisterschaften in Schenefeld Bronze gewonnen hatte, startet er in diesem Jahr sozusagen erstmals als Profi. In seinem Beruf als Diplom-Verwaltungswirt bei DHL hat er sich bis zu den Spielen 2016 in Rio de Janeiro freistellen lassen, um seinen vierten Olympia-Start zu schaffen. „Das macht sich schon sehr gut bemerkbar“, sagt der 53-jährige Reiter vom Reit- und Fahrvereinen Großenwiehe, der in diesem Jahr auch sein altes Wohnmobil für Pferd und Mensch in einen neuen 15-Tonner eingetauscht hat. „Es ist ein ganz anderes Reisen“, sagt er. „Auch die Pferde stehen im Wagen viel komfortabler. Das macht sich schon jetzt bezahlt, was die Leistung angeht.“

In diesem Jahr hat sich Peter Thomsen einen Start bei der Weltmeisterschaft Ende August in der Normandie in Frankreich als Ziel gesetzt. „Wir haben wieder ein starkes deutsches Feld, dass um die sechs Plätze kämpft“, meint er und ergänzt: „Es wird wie immer sein. Wenn man dabei ist, hat man realistische Chancen auf eine Medaille.“

Bei der ersten Sichtung des Jahres in Marbach lief für den Olympiasieger alles nach Plan. In der Dressur gingen beide Pferde sehr gut und waren vorne dabei. „Da gibt es nur noch Kleinigkeiten zu verbessern“, sagt Thomsen. Im hügeligen Gelände ging der Lindewitter aufgrund der Regenfälle auf dem weichen und rutschigen Untergrund nicht volles Risiko. Die Verletzungsgefahr war zu groß, darum nahm der Reiter etwas Tempo raus. Am Ende lagen beide Pferde rund 15 Sekunden über der Zeit und erhielten sieben bzw. acht Strafpunkte. Im abschließenden Springen hinterließ „Cayenne“ einen sehr guten Eindruck und schaffte mit null Fehlern den Sprung unter die Top Ten.

Bis zur nächsten Sichtung Mitte Juni bei den Deutschen Meisterschaften in Luhmühlen will der erfolgreiche Vielseitigkeitsreiter wieder angreifen. Damit die Pferde bis dahin Wettkampfbedingungen haben, treten sie bei einigen lokalen Turnieren an. So zum Beispiel beim Sommerturnier in Medelby am 31. Mai und 1. Juni, wo „Cayenne“ und „Barny“ mit Peter Thomsen in der Dressur und im Springen der Klasse M an den Start gehen.

Die ebenfalls für den RFV Großenwiehe startende Schwedin Louise Svennson Jähde belegte bei ihrem internationalen Drei-Sterne-Debüt in Marbach mit dem Pferd „Wielochs Utha Sun“ einen hervorragenden 26. Platz. Ihr zweites Pferd „Viva“ war auf Rang 37 knapp aus der Platzierung, machte jedoch auch einen hervorragenden Eindruck. Nach ihrem starken Auftritt wurde Louise Svennson Jähde vom schwedischen Verband für das internationale DM-Turnier in Luhmühlen nominiert.

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