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Handball : Auch der zweite Anzug der SG passt

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rotation bringt die SG Flensburg-Handewitt auch beim VfL Gummersbach nicht aus dem Tritt. Im Achtelfinale des deutschen Handball-Pokals tat sich beim 36:19 ein Klassenunterschied zwischen den beiden Bundesligisten auf.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2015 | 07:20 Uhr

Nach der Rundreise über Plock und Gummersbach herrschte bei der SG Flensburg-Handewitt rundum Zufriedenheit. Dem ersten Auswärtssieg der Saison in der Champions League folgte im Achtelfinale des deutschen Handball-Pokals eine Demonstration der Stärke des Titelverteidigers. Beim 36:19 gegen den VfL Gummersbach tat sich ein Klassenunterschied zwischen den beiden Bundesligisten auf.

„Diese Fünf-Tages-Reise hat uns gut getan. In Plock haben wir Selbstvertrauen getankt, die Mannschaft ist weiter zusammengewachsen. Im Spiel entwickelt sich immer mehr Harmonie. Jeder versteht, wie wir es haben möchten“, bilanzierte Co-Trainer Maik Machulla nach den überzeugenden Auswärtsspielen.

In Plock gehörte dazu noch die Nervenstärke bei engem Spielstand, in Gummersbach ließen die Flensburger Zweifel gar nicht erst zu. Handball nahe der Perfektion begeisterte sogar den stets kritischen Trainer Ljubomir Vranjes, der zehn Tage zuvor an selber Stelle noch einige Makel beim 32:25-Erfolg im Punktspiel entdeckt hatte. Diesmal gab es überschwängliches Lob vom Schweden:„Wir haben ein überragendes Spiel gezeigt. Ich bin nahezu mit jeder Kleinigkeit zufrieden.“

Gleichwohl wissen die Flensburger den siebten Sieg in Folge einzuordnen. „Die Gummersbacher waren mental angeschlagen und konnten kaum noch Gegenwehr zeigen, als wir richtig Druck gemacht haben“, sagte Machulla. 60 Minuten lang kannte die SG keine Gnade mit dem personell deutlich geschwächten Altmeister. Der Co-Trainer sah indes keinen Anlass, die Leistung seines Teams zu schmälern: „Man muss das auch erst mal auf die Platte bringen. Mit 17 Toren Unterschied auswärts einen Bundesligisten zu schlagen – das ist eine klare Ansage. Egal, wer kommt: Jeder Gegner wird es schwer haben, wenn wir in dieser Verfassung sind.“ Nicht einmal die umfassende Rotation stoppte den Lauf der SG – auch der zweite Anzug passte wie angegossen. „Alle haben gespielt und fahren mit einem positiven Gefühl nach Hause“, so Machulla.

Immer deutlicher zeigt sich, welch ein Glücksgriff die Verpflichtung von Rasmus Lauge war. Neun Tore in Plock, sieben in Gummersbach, großes Spielverständnis, stark in der Abwehr – der Däne entwickelt sich zu einer zentralen Figur im Team. Und auch die Geduld bei der Auswahl der Vertretung für Anders Zachariassen zahlt sich wohl aus. Kresimir Kozina deutete bei seinem zweiten Auftritt im SG-Trikot an, dass er mehr als ein Lückenfüller ist. „Den passenden Körper hat er sowieso. Jetzt haben wir gesehen, dass er ihn einzusetzen weiß“, sagte Machulla über den neuen Kreisläufer. Auch in der Abwehr habe Kozina gut mit Tobias Karlsson zusammengearbeitet. „Man hat das Gefühl, dass er schon länger dabei ist.“ Man habe sich mit etlichen Kandidaten beschäftigt, berichtete Machulla, daher habe sich die Suche hingezogen. „Wir wollten unbedingt einen haben, der uns wirklich helfen kann. Immerhin bleibt er acht Monate.“

Ein Champions-League-Spiel muss der 25-Jährige noch aussetzen, bevor er im Rückspiel in Zagreb am 21. November einsatzberechtigt ist. „Passt perfekt, er ist ja Kroate“, meinte Machulla.

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