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Handball : Appetithappen vor dem Saisonstart

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

13. Jacob-Cement-Cup: Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt präsentiert sich seinen Fans gegen Aalborg Handball.

Einen Vorgeschmack auf die neue SG Flensburg-Handewitt gab es bereits vor zwei Wochen in der Wikinghalle im Test gegen den dänischen Erstligisten Mors-Thy. Am Freitag (19 Uhr) folgt nun der richtige Appetithappen vor dem Start in die neue Saison der Handball-Bundesliga. Eine Woche vor der Saisonpremiere gegen den Aufsteiger TSG Friesenheim präsentiert sich der Champions-League-Sieger traditionell seinen Anhängern beim 13. Jacob-Cement-Cup in der Flens-Arena. Turnier-Initiator und Jacob-Cement-Geschäftsführer Boy Meesenburg hofft auf einen „Zuschauer-Rekord“. Bis zum Dienstag waren weit über 3000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt worden.

Mit dem dänischen Erstligisten Aalborg Handball hat die SG für den Jacob-Cement-Cup einen respektablen Gegner verpflichten können. Der Meister von 2013 spielte in der abgelaufenen Serie mit der SG in der Champions League in der gleichen Vorrunden-Gruppe. Zu Hause gewannen die Flensburger mit 31:27 und in Dänemark mit 27:26. Die Dänen gastierten auch schon beim Jacob-Cement Cup. 2011 unterlagen sie dem Team von Ljubomir Vranjes mit 30:38. In der Spielzeit 2013/2014 musste sich Aab in den Finalspielen um die Meisterschaft KIF Kolding-Kopenhagen geschlagen geben, wird aber erneut in der Königsklasse vertreten sein.

Gegen die Dänen gibt es für die Flensburger Anhänger ein Wiedersehen mit Olafur Gustafsson. Der Isländer, der an der Förde durch Verletzungen immer wieder zurückgeworfen wurde, will jetzt in Dänemark einen Neuanfang starten. Und im AaB-Team steht ein weiterer Bekannter aus der Bundesliga. Der Spanier Isaías Guardiola wechselte im Sommer von den Rhein-Neckar Löwen nach Dänemark, ist einer von fünf Neuzugängen.

Zwölf Mal wurde der Jacob-Cement-Cup bislang ausgetragen, zwölf Mal hieß der Sieger SG Flensburg-Handewitt. Und erhielt jedes Mal einen Stein als Siegertrophäe. „Wir haben schon so viele Steine in der Vitrine, vielleicht können wir damit irgendwann eine neue Halle bauen“, witzelte Geschäftsführer Dierk Schmäschke bei der Saison-Präsentation. Die Serie wollen Ljubomir Vranjes und sein Team bei der 13. Auflage fortsetzen. „Körperlich sollten wir eine Woche vor dem Start für die Saison fit sein“, sagt der Trainer. „Nun werden wir sehen, welche Antwort die Spieler auf dem Feld geben und wie sie sich präsentieren.“

Hinter dem 18-köpfigen Kader liegt eine harte Vorbereitung. „Das Laufen war das schlimmste“, klagten die Neuzugänge Kasper Kisum und Anders Zachariassen bei der Saisonvorstellung. Hinter ihnen liegen inzwischen auch acht Testspiele mit nur einer Niederlage. Die kassierten Vranjes und sein Team am vergangenen Wochenende im Finale um den Erima-Cup mit 21:24 gegen die MT Melsungen. In dieser Partie fehlten allerdings fünf Akteure – teilweise wegen Verletzung. Vranjes nahm dennoch positive Erkenntnisse mit nach Flensburg. „Wegen der Verletzung von Tobias Karlsson haben wir in der Abwehr fast nur 5:1 gespielt. Und das hat sehr gut funktioniert.“

Karlsson hatte sich in der vergangenen Woche im Test gegen GOG Handball (24:21) eine Prellung des rechten Daumens zugezogen und beim Erima-Cup gefehlt. Der Schwede befindet sich auf dem Wege der Besserung. Ob er gegen Aab schon wieder spielen wird, darauf wollte sich Vranjes nicht festlegen lassen. „Wir müssen sehen, ob es geht.“ Ein Fragezeichen steht auch hinter Anders Zachariassen. Der Knudsen-Nachfolger am Kreis zog sich im Halbfinale des Erima-Cup gegen den TBV Lemgo (33:28) einen Nasenbeinbruch zu.

„Wir sind nicht so weit weg von unserem Top-Niveau“, lautet Vranjes’ bisheriges Fazit der Vorbereitung, die am Sonnabend (15.30 Uhr) mit dem letzten Test beim dänischen Titelträger KIF Kolding-Kopenhagen ihren Abschluss findet. „Die Neuen werden allerdings noch einige Zeit brauchen, bis sie integriert sind, sich an unser Spiel und unser Tempo gewöhnt haben“, sagt Vranjes. „Dazu reicht eine Vorbereitungszeit von sechs Wochen nicht.“

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