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Handball : An einer Überraschung geschnuppert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

2. Bundesliga: TSV Nord hält lange mit gegen Erstliga-Absteiger Bad Wildungen. 23:32-Niederlage fällt zu hoch aus.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 08:16 Uhr

Die Zweitliga-Handballerinnen des TSV Nord Harrislee mussten nach zwei Siegen eine erwartete Heimniederlage gegen Bundesliga-Absteiger HSG Bad Wildungen Vipers hinnehmen. Mit 23:32 (13:15) fiel diese jedoch um einige Tore zu hoch aus. Während Gäste-Trainer Karsten Moos froh war, dass sein Team „ruhig geblieben ist“, zog Thomas Blasczyk ein entspanntes Resümee. „Wir wussten von vornherein, dass es sehr schwer wird und Bad Wildungen absoluter Favorit ist“, meinte der Nord-Coach. „Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gibt, dann den, dass wir schwer in die Partie reingekommen sind. Mit Laura Schultze im Rückraum links und Kim-Merle Köster auf der Mitte fanden wir dann ins Spiel, haben viele Sachen spielerisch gut gelöst und kurz an einer Überraschung gerochen.“

Zu Beginn blieb der Nordexpress in der Holmberghalle förmlich stehen. Dagegen nahmen die Gäste mächtig Fahrt auf und nutzten jeden technischen Fehler zu Tempogegenstößen. Beim 3:7 (8.) nahm Blasczyk seine erste Auszeit und stellte seine Mannschaft neu ein. Doch zunächst ging der Schuss nach hinten los, da die Deckung des TSV Nord nicht ordentlich zupackte und Bad Wildungen auch aus dem Positionsspiel zu einfachen Torerfolgen kam. So sah es beim 5:14 (15.) nach einem Desaster für Harrislee aus. Blasczyk reagierte mit dem zweiten Time-Out.

Danach zeigte der Nordexpress ein völlig anderes Gesicht. Die Deckung war nun beweglich und ließ den Gästen bis zur Pause kaum ein Durchkommen. Zudem nutzte Harrislee seine Chancen endlich konsequent. Über 8:14 rollte der Nordexpress zum 13:15-Halbzeitstand heran und war wieder voll im Spiel.

Nach dem Wechsel fehlte das nötige Quäntchen Glück, aber auch die letzte Konsequenz, um noch näher an den Bundesliga-Absteiger heran zu kommen. Verkürzte Nord auf zwei oder drei Tore, legten die Vipers zwei Treffer nach und hielten den Gastgeber auf Distanz. Nach dem 19:22 (44.) durch die unermüdliche Spielmacherin Kim-Merle Köster liefen die Harrisleerinnen binnen 50 Sekunden in zwei Gegenstöße zum 19:24. Blasczyk nahm die nächste Auszeit. Doch die Gäste ließen sich nicht mehr vom Erfolgsweg abbringen. Die starke Nicoleta Vasilesu und Miranda Robben erhöhten auf 26:19 für Bad Wildungen – die Partie beim war entschieden. Am Ende stand eine 23:32-Niederlage für Nord, die um vier, fünf Tore zu hoch ausgefallen war.

TSV Nord Harrislee: Andresen, Kühl - Riebow, Schultze (6), Patrail, Schulz (5), Carstensen (n.e.), Gustin (2), Behrendsen (1), Vogeler (4), Köster (3), Maier, Machau, Prante (n.e.), Janeckova (2).
Bad Wildungen Vipers: Eckerle, Brütsch - Cocx (7/2), Stockschläder (1), Busch (7), Robben (3), Cipaian (1), Grausenburger (1), Nagy (n.e.), Beckmann (1), Vasilescu (5/1), van Gulik (6).
Schiedsrichter: Mücke/Tietze. – Zuschauer: 120.

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