13. Lauf zwischen den Meeren von Husum nach Damp : Afrikanische „Nordlichter“ feiern

Das Team „Black Power East Africa by STV“ gewann den Lauf zwischen den Merren. Mit dabei Temuzgi Selomun vom STV Sörup (stehend, Zweiter von links), der ehemalige Söruper Mansor Farah (Zweiter von rechts) und der Flensburger Debesom Tesfamariam (vorne in der Mitte). Hinten in der Mitte steht Betreuerin Wiebke Rottschäfer. Fotos: binder
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Das Team „Black Power East Africa by STV“ gewann den Lauf zwischen den Merren. Mit dabei Temuzgi Selomun vom STV Sörup (stehend, Zweiter von links), der ehemalige Söruper Mansor Farah (Zweiter von rechts) und der Flensburger Debesom Tesfamariam (vorne in der Mitte). Hinten in der Mitte steht Betreuerin Wiebke Rottschäfer. Fotos: binder

Der 13. Lauf zwischen den Meeren von Husum nach Damp brachte dem Team „Black Power East Africa by STV“ Glück.

shz.de von
30. Mai 2018, 06:00 Uhr

Nachdem in den vergangenen Jahren der bayrische Laufklub TSV Ostheim/Rhön und das Auswahlteam des Neumünsteraner o.t.n.-Lauflabors das Rennen dominiert hatten, bejubelten die Zuschauer dieses Mal neue Champions.

Das neu formierte „Black Power“-Team gewann in 5:21:32 Stunden vor den Vorjahressiegern vom o.t.n.-Lauflabor (5:22:55). Nachdem der Läufer der führenden Staffel der Denker-und-Wulf-Windrunner auf der siebten Etappe mit Kreislaufproblemen kollabierte und sein Team aus der Wertung fiel, war der Weg frei für den großen Coup der Afrikaner.

Die von in Norddeutschland lebenden Flüchtlingen aus Eritrea und Somalia gebildete Staffel schaffte den erhofften, aber nicht erwarteten großen Triumph. „Wir haben geschafft, was wir wollten. Es fühlt sich für mich fast so an wie ein Sieg bei einer Weltmeisterschaft“, strahlte Mansor Farah. Der 21-Jährige, dessen Laufkarriere beim STV Sörup begann und der nun für den TSV Kronshagen startet, hatte das Team in den vergangenen Monaten zusammengestellt und mit Unterstützung seines Stammvereins alles minutiös vorbereitet. „Die Vorbereitung und der ganze Tag waren anstrengend“, erklärte Farah, der als Schlussläufer das Staffelholz über die Ziellinie trug. Die Söruperin Wiebke Rottschäfer, die das Team betreute und die mit dem STV Sörup seit Jahren afrikanische Flüchtlinge in den Sport integriert, freute sich mit den glücklichen Ostafrikanern. „Es ist toll, dass es so gut geklappt hat. Wir wollten mit dem Projekt ein Zeichen setzen für die Integration“, erklärte sie.

Entscheidenden Anteil hatten mit Temuzgi Selomun vom STV Sörup und Debesom Tesfamariam von der LG Flensburg auch zwei Top-Talente aus der Region. „Den Sieg kann man den Jungs echt gönnen“, stellte Pascal Dethlefs fest, der für das auf dem zweiten Platz einlaufende o.t.n.-Team unterwegs war.

Einen Medaillenrang erkämpfte das Alte Gymnasium Flensburg, das in 7:06:08 Stunden den dritten Platz der Schulwertung belegte. In der Gesamtwertung landeten die Schüler aus der Fördestadt damit auf dem 33. Platz. In der oberen Etage der knapp 850 Staffeln durften sich auch die Staffel „Westmoreland“ des TSV Hürup (7:00:51 Stunden/31. Platz), das „Flensburg liebt Dich Marathon“-Team (7:16:58 Stunden/39. Platz) und die Malteser Flensburg (7:17:23 Stunden/40. ) einsortieren.

In der Frauenkonkurrenz mischte die aus Läuferinnen von den TriAs Flensburg, von der LG Flensburg und vom STV Sörup gebildete Staffel „Fahrradstation Flensburg/AH Baufinanz“ weit vorn mit. Nach 7:30:08 Stunden lief die Crew um Teamkapitänin Sina Will auf dem fünften Platz unter 41 Teams ins Ziel. Die „Hüruper Deerns“ erkämpften in 8:48:42 Stunden den zehnten Platz.

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