Segeln : Abstiegskampf für beendet erklärt

Segeln ist nicht gleich herumsitzen: Das FSC-Team mit (v.li.:) Nele Söker, Cedric Menzel, Florian Jacobtorweihen und Jan Hauke Erichsen.
Segeln ist nicht gleich herumsitzen: Das FSC-Team mit (v.li.:) Nele Söker, Cedric Menzel, Florian Jacobtorweihen und Jan Hauke Erichsen.

1. Segel-Bundesliga: Flensburger Segel-Club als Tabellenneunter ins Finale nach Hamburg. Die Seglervereinigung Gelting-Mole greift im DSL-Pokal nach dem letzten Strohhalm.

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18. September 2018, 15:44 Uhr

Kurze Segel-Pause beim Bundesliga-Event auf der Kieler Innenförde. Das Flensburger Team in den blauen Segeljacken sitzt an der Kiellinie und beobachtet die Konkurrenz auf dem Wasser. „Die letzten Rennen sind abgehakt“, sagt Steuermann Jan Hauke Erichsen und spielt mit dem Pappbecher. Der Steuermann redet über die beiden fünften Plätze in den Rennen neun und zehn, während Nele Söker mit einer Schale Pommes um die Ecke biegt – taktisch klug nur mit einem Pieker. Die Stimmung ist gespannt, vielleicht auch, weil das Team nach fünf Rennen am Freitag an der Spitze des Feldes lag, jetzt aber einen kleinen Durchhänger hat. „Bei den Bedingungen mit den krassen Drehern und Böen hat kein Team eine konstante Serie hingelegt. Irgendwann erwischt es jeden. Manchmal hat uns etwas die Übersicht gefehlt“, beschreibt Vorschiffmann Cedric Menzel die Umstände.

Am Ende des fünften Spieltages der 1. Segel-Bundesliga belegt der FSC dann Platz sieben und springt in der Gesamtwertung auf den neunten Rang. „Ich habe Jan Hauke eine WhatsApp geschickt und den Abstiegskampf für beendet erklärt“, beschloss Regatta-Obmann Claus-Otto Hansen per Dekret.

Dicke 13 Punkte liegt der FSC vom ersten Abstiegsrang entfernt (siehe Tabelle) und kann ohne Druck das Finale in Hamburg angehen. FSC-Trainer Jörg Rothert hatte das Quartett wie beim Event in Berlin gecoacht und sieht die Crew im Soll. „Neben den schwer kalkulierbaren Bedingungen war auch die Mannschaft bestimmten Schwankungen ausgesetzt. Aber das darf sie auch. Das ist ein neues Team, das sich noch entwickeln wird“, sagt Rothert und sieht in der Nachbetrachtung keine großen Probleme. „Manchmal waren nur kleine Momente, nur zehn Meter entscheidend. Aber das sind alles Dinge, die wir relativ leicht abstellen können. Ich bin da guter Dinge, das Team wird noch gute Ergebnisse für den FSC erzielen können.“

Auch für Cedric Menzel kann das Finale kommen. „Wir werden weiter trainieren“, sagt der 25 -Jährige und sieht „die Wahrscheinlichkeit relativ hoch an“, dass das gleiche Team auch beim Finale an den Start geht.

An den Start gehen ist auch der feste Wille für der Seglervereinigung Gelting-Mole (SVGM) in der 2. Bundesliga, die nach dem vorläufigen Abstieg noch beim DSL-Pokal (2.-4. November in Hamburg) mit einer entsprechend guten Platzierung die Chance hat, in der 2. Liga zu bleiben. „Wir sind hier schwer in Schwung gekommen. Ein schwieriges Revier. Unser direkter Konkurrent aus Eckernförde war deutlich besser“, meint Steuermann Sören Hadeler. „Wir werden alles versuchen, um die Klasse doch noch zu halten.“

Beim DSL-Pokal gehen 24 Vereine an den Start. Das Feld setzt sich aus den ersten drei Teams der 1. und 2. Bundesliga, den vier Absteigern aus der 2. Liga, zwei der Junioren-Liga sowie zwölf Platzierten einer J/70-Regatta zusammen.

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