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heimsieg in der fussball-regionalliga : 3:0 – ETSV Weiche bricht den Bann

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Jede Serie hat einmal ein Ende. Drei Mal hatten die Regionalliga-Fußballer des ETSV Weiche Flensburg gegen den SC Victoria Hamburg nicht gewinnen können, am Sonnabend klappte es beim verdienten 3:0.

Jede Serie hat einmal ein Ende. Drei Mal hatten die Regionalliga-Fußballer des ETSV Weiche Flensburg gegen den SC Victoria Hamburg nicht gewinnen können, am Sonnabend klappte es. Die Mannschaft von Trainer Daniel Jurgeleit besiegte den Tabellenletzten nach Anlaufproblemen verdient mit 3:0 (0:0) und ist seit vier Spielen ungeschlagen.

Eine Stunde lang taten sich die Flensburger schwer gegen einen Gegner, der als einziges Ziel Schadensbegrenzung ausgegeben hatte. Offensiv ging so gut wie nichts bei den Hamburgern, die aber gut standen und in den ersten 60 Minuten wenig zuließen. „In der ersten Halbzeit haben wir uns viel zu wenig in die Tiefe bewegt“, stellte Daniel Jurgeleit fest. Auf sehr schwer zu bespielendem Boden entwickelte sich ein Spiel ohne Höhepunkte und fast ohne Torchancen. Jonas Walter verfehlte mit einem Distanzschuss das Tor (11. Minute), etwas knapper war es bei einem Versuch von Tim Wulff (28.), der links vorbei schoss. Eine Minute vor dem Seitenwechsel näherten sich die Gäste mal dem Weicher Gehäuse an, doch Keeper Florian Kirschke faustete den Eckball von Steven Lindener aus der Gefahrenzone.

„In der ersten Halbzeit sind wir schwer reingekommen, haben unser Passspiel nicht aufgezogen bekommen“, stellte Abwehrspieler Christoph Dammann fest.

Und Marc Böhnke befand: „Wir haben gewusst, dass es kein Fußball-Leckerbissen wird – schon gar nicht bei diesen Bodenverhältnissen.“ Der Kapitän musste zur Pause raus, er hatte sich ohne gegnerische Einwirkung eine Zerrung zugezogen. „Ich hab’ versucht, das noch zehn Minuten rauszulaufen, das hat aber nicht geklappt“, so der 29-Jährige.

Für ihn kam Jannick Ostermann, Nedim Hasanbegovic nahm Böhnkes Platz in der Viererkette ein. Ostermanns Einsatz dauerte nur 19 Minuten: Er knickte um und musste ausgewechselt werden, Timo Carstensen ersetzte ihn.
Das Geduldsspiel setzte sich nach Wiederbeginn fort. Patrick Thomsen setzte einen Kopfball knapp daneben (49.). Weiche operierte jetzt zunehmend mit langen Bällen. Jetzt stimmten die Laufwege. „Man muss auch mal hinter die Abwehr kommen“, sagte Daniel Jurgeleit. Das schaffte sein Team vor dem 1:0 in der 62. Minute, als sich Patrick Thomsen und der agile Ilidio Pastor Santos auf der rechten Seite durchkombinierten. Beim Tor selbst allerdings war Glück im Spiel – und der Fuß von Victorias Kerim Carolus.

Keeper Tobias Grubba hätte den harmlosen Schuss von Pastor Santos sicherlich gehalten, doch Carolus, der helfen wollte, lenkte den Ball unerreichbar für seinen Torwart ins Tor ab. „Das war der Knackpunkt“, stellte Hamburgs Trainer Lutz Göttling unwidersprochen fest. Harald Uhr, Geschäftsführer der Weicher Liga-GmbH, hatte fast Mitleid: „So ein Tor kassierst Du nur, wenn Du unten stehst.“

Der Victoria-Riegel war geknackt, die Gäste ließen die Köpfe hängen. Obwohl mit Subasic und Sara zwei Stürmer kamen, war der Tabellenletzte weiter offensiv komplett ungefährlich. Weiche war jetzt im Spiel. Der starke Elmedin Kasumovic bediente Pastor Santos, der zu hoch zielte (68.). Einen Freistoß setzte Kasumovic daneben, Grubba hätte keine Abwehrchance gehabt (74.). Und auch am 2:0 in der 78. Minute war der Ersatzkapitän beteiligt. Er legte Christoph Dammann den Ball maßgerecht vor, der Außenverteidiger lief noch ein paar Schritte und vollendete überlegt. „Wenn Christoph wüsste, was er alles kann – er hat enorme Qualitäten“, lobte Trainer Jurgeleit seinen Defensivspieler.

Robert Subasic gab zehn Minuten vor Schluss den ersten – und einzigen – Torschuss der Gäste in der zweiten Halbzeit ab, den Schlusspunkt setzten die Gastgeber. Der für den verletzten Ilidio Pastor Santos (ebenfalls umgeknickt) gekommene Leif Carstensen schickte Tim Wulff mit einem langen Pass, und der Torjäger hatte keine Mühe, mit einem Schuss ins lange Eck das 3:0 zu erzielen (90.). „Tim hat gut gearbeitet. Und nach der Führung ist er – wie alle anderen – besser geworden“, lobte Daniel Jurgeleit.

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erstellt am 24.Feb.2014 | 05:30 Uhr

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