Nord-Frauen in Ketsch : 1500 Kilometer für 60 Minuten

Rückraumspielerin Merle Carstensen.
Rückraumspielerin Merle Carstensen.

Was für eine Tour! Am Sonnabend müssen die Handballerinnen des TSV Nord zum Auswärtsspiel in Ketsch (Baden-Württemberg) antreten.

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20. Oktober 2018, 07:00 Uhr

„Daran müssen wir uns erst gewöhnen“, sagt Spielführerin Merle Carstensen – und meint die Touren zu Auswärtsspielen in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Am Freitag Nachmittag startete das Team des TSV Nord Harrislee zur Reise ins knapp 750 Kilometer entfernte Ketsch (Baden-Württemberg). Dort spielen die Nord-Frauen um 18 Uhr beim ungeschlagenen Tabellenführer Kurpfalz Bären.

Übernachtet wurde gestern in Kassel – hoffentlich kein schlechtes Omen. Genau so war der Ablauf vor einer Woche, als der Aufsteiger bei der HSG Gedern/Nidda sein bislang schlechtestes Saisonspiel ablieferte und 14:22 verlor. Zum in jeder Hisicht gebrauchten Wochenende passte, dass der Bus lange im Stau stand und Kassel erst nach Mitternacht erreichte.

1500 Kilometer Fahrt für 60 Minuten Handball – damit müssen sich Spielerinnen und Trainerteam erst anfreunden. „Etwas ganz Anderes für uns, nicht der gewohnte Ablauf“, sagt Merle Carstensen. Am Spieltag wird ausgeschlafen, dann gibt es Frühstück und eine Besprechung, bevor die letzten knapp 280 Kilometer nach Ketsch in Angriff genommen werden.

Die „Bären-Ladies“ (Eigenname) taten sich zuletzt beim 28:25 gegen den VfL Waiblingen schwer. Trainerin Katrin Schneider fordert von ihren Spielerinnen volle Konzentration: „In der Videoanalyse des Spiels in Bremen hat sich das Potenzial von Harrislee sehr deutlich gezeigt. Daher gibt es überhaupt keinen Grund, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen.“ In Bremen hatte Nord 26:23 gewonnen.

Trainer „Shorty“ Linde kann wieder auf Nane Sibbersen und Franziska Peters zurückgreifen. Fenja Jensen und Catharina Volquardsen fehlen weiterhin. Nicht nur der Gastgeber hat Videoanalyse betrieben. „Alle Spielerinnen haben sich Videos angeschaut und im Training gab es spezifische Übungen“, sagt Merle Carstensen. Wie stellt man die Abwehr, welche Optionen gibt es im Angriff? „Wir haben einen Fahrplan entwickelt“, sagt die Spielführerin.

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