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Fussball : 08 löst nach der Pause die Handbremse

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

SH-Liga: Flensburger 3:0-Heimerfolg gegen Schlusslicht Heider SV. Matthiesen, Hathat und Siefert treffen nach dem Wechsel.

Nach zwei bitteren Niederlagen haben sich die Fußballer von Flensburg 08 scheinbar wieder gefangen. Nach schwacher erster Halbzeit steigerten sich die Schützlinge von Trainer Torsten Böker im zweiten Abschnitt gewaltig, besiegten Schlusslicht Heider SV mit 3:0 (0:0) und haben damit wieder etwas Abstand zur Abstiegszone in der Schleswig-Holstein-Liga geschaffen.

In den ersten 45 Minuten hatte man das Gefühl, dass sich beide Teams nicht wehtun wollten. Die Verunsicherung durch die schwachen Ergebnisse in den letzten Wochen war zu spüren. Mit dem Ergebnis, dass beide Strafräume für die jeweils gegnerische Mannschaft scheinbar Sperrgebiet waren. Auf der offenen Richterskala der Tormöglichkeiten stand somit auf beiden Seiten eine Null! Dennoch erarbeiteten sich die Dithmarscher in der ersten Halbzeit ein leichtes spielerisches Übergewicht. So bemängelte 08-Coach Böker auch zur Pause: „Das war im wahrsten Sinne des Wortes Totentanz, was meine Elf gezeigt hat. Unsere Körpersprache hat einfach nicht gestimmt.“

Mit zwei Auswechselungen, Ihab Hathat und Daniel Matthiesen für Vadim Galinger und Mergim Kuci, bewies Böker ein glückliches Händchen. Wie verwandelt kamen die Blau-Gelben aufs Feld. Sie liefen jetzt wesentlich aggressiver die gegnerischen Abwehrspieler an. Deren Verunsicherung wurde schon in der 46. Minute deutlich. HSV-Keeper Robin Carstens und Jan-Erik Neelsen störten sich gegenseitig, Matthiesen war zur Stelle und schob das Leder zum 1:0 ins leere Tor.

Dem folgenden Angriffswirbel der Hausherren hatten die Dithmarscher in dieser Phase des Spiels nichts entgegen zu setzen. „Nach dem Gegentreffer haben wir völlig den Faden verloren. Da hatte 08 einige richtig gute Möglichkeiten über die linke Seite“, meinte Gäste-Trainer Sönke Beiroth.

Die Chancen im Zeitraffer: Hathat (51. schob rechts vorbei), Matthiesen (53. zielte zu ungenau), Siefert (55. Carstens parierte), Hathat (58. scheiterte an Carstens). Dann war jedoch das 2:0 (60.) fällig. Hathat zirkelte einen Freistoß vom rechten Strafraum ins kurze Toreck. Den Deckel drauf machte Siefert (68.), der nach schöner Kombination über Ron Hansen und Matthiesen mühelos vollstreckte.

Danach beruhigte sich Partie. Der HSV stand wieder sicherer. In der Schlussphase hätte Heide noch den Ehrentreffer erzielten können, aber Kevin Merk traf nur das Außennetz (85.) und Bastian Sticken die Unterkante der Latte (88.). Einig waren sich beide Trainer über den verdienten 08-Erfolg. „Nach der Pause hätten wir noch wesentlich höher zurückliegen können“, so Beiroth. Bökers Fazit: „In der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft wieder Fußball gespielt. Mit 3:0 ist Heide noch gut bedient.“

Flensburg 08: Holtz – Hansen, Andresen, Honnens, Carstensen – Nitschke (77. Ramadanoski), Siefert – Galinger (46. Hathat), Holtze, Kiesbye – Mergim Kuci (46. Matthiesen).
Heider SV: Carstens – Quade, Neelsen (54. Lafrentz), Peters – Viktor Hardock, Sticken – Mittelbach (64. Dethlefsen), Merk, Hoffmann – Hass, Alex Hardock (75. Schmeling).
Tore: 1:0 Matthiesen (46.), 2:0 Hathat (62.), 3:0 Siefert (68.).
Schiedsrichter: Viatcheslav Paltchikov (Eintracht Groß Grönau) mit einer guten Leistung.
Zuschauer: 200.
Beste Spieler: Hathat, Nitschke / Viktor Hardock.

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