zur Navigation springen

Liether Nervenschlacht vorm Abstiegs-Gipfel

vom

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Klein Nordende | Nach dem 2:1-Heimerfolg gegen Uhlenhorst Adler bleibt der Fußball-Landesligist SV Lieth im Kampf um den Klassenerhalt weiter am Leben. Weil Teutonia 05, morgen Gast im Waldstadion, bereits am Vormittag 1:0 gegen den TSV Sasel gewonnen hatte, waren die Rothosen schon vor dem Anpfiff in Zugzwang.

Und das merkte man. Einziger Lichtblick war Jorrid Eyler in der Startaufstellung. Er hat sein Studium unterbrochen, um Lieth in den letzten drei Saisonspielen zu helfen. Sein Vater Carsten Eyler war von der Aktion nicht eben begeistert. Er meinte: "Wenn Lieth nicht absteigt, müssen sie Jorrid wohl ein Denkmal bauen."

So weit ist es aber noch nicht. Lieths Liga-Manager Torben Roß sah seine Mannschaft im ersten Abschnitt besser als die Gäste von UH Adler: "Da hätten wir vorlegen müssen." Hatte die SVL bis zur Pause aber nicht. Ein Tor von Nihat Meric wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben.

Die nicht hochklassige, aber spannende Partie forderte den Spielern, Fans und Verantwortlichen schlichtweg alles ab. Nach knapp einer Stunde schickte Hendrik "Henker" Boesten Nihat Meric auf die Reise in den 16er, dort erzielte Meric mit einem Heber die 1:0-Führung. Als das 2:0 für die Klein Nordender fiel dachten viele nun ist es gelaufen. Einen indirekten Freistoß wegen Rückpass zum UH-Keeper hämmerte Jorrid Eyler aus rund fünf Metern durch die Mauer, die auf der Torlinie stand, in die Maschen (82.).

Doch UH Adler steckte nicht auf und schaffte fast im Gegenzug den Anschlusstreffer durch Shoalb Sedeghi. Als in der Nachspielzeit Harry Nadoldy plötzlich allein vor Lieths Schlussmann Sascha Blaedtke auftauchte, stockte allen der Atem. "Den hab ich schon drin gesehen, aber er hat mich genau angeschossen", war Bladtke nach der Partie froh darüber.

Froh war auch Lieths Fußball-Chef Manfred Pieper, der mit Tränen in den Augen klagte: "Das geht ganz schön an die Nerven."

Und morgen, Dienstag, geht das Nervenspiel weiter. Um 19 Uhr kommt Teutonia 05 zum vorentscheidenden Abstiegs-Gipfel ins Waldstadion.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen