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Jetzt doch: FC Elmshorn verzichtet auf Regionalliga

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Fußball: Gemeinsame Presse-Erklärung mit der Stadt / Ungeklärte Stadionfrage gab den Ausschlag / Eintracht Norderstedt spielt Relegation

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Elmshorn | Zuletzt wurde nur spekuliert, unter der Hand getuschelt. Doch jetzt ist es amtlich: Der FC Elmshorn verzichtet auf die Regionalliga Nord. Und damit auch auf die am 1. Juni beginnende Relegationsrunde.

Keine Spiele gegen den Lüneburger SK oder U.L.M. Wolfsburg, den Brinkumer SV und den SV Eichede - kein Aufstieg in die 4. Liga. Stattdessen Sommerpause - und ab August ein weiteres Jahr in der Oberliga Hamburg.

"Wir haben einfach zu viele Baustellen", erklärt FCE-Boss Helge Melzer. Neben neuen Unstimmigkeiten mit Immer-Noch-Kooperationspartner FTSV Fortuna Elmshorn gab die ungeklärte Stadionfrage letztlich den Ausschlag. Nur das Krückaustadion wäre für die Regional liga infrage gekommen, doch erst am 11. Juni hätte der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) die Spielstätte überhaupt erstmals besichtigt. Viel zu spät, um bis zum Regionalliga-Start Ende Juli/Anfang August die erforderlichen Umbaumaßnahmen in die Wege zu leiten.

Der Oberliga-Meister verzichtet. Der nächste Dämpfer nach dem knapp verlorenen Pokalfinale gegen den SC Victoria (1:2 nach Verlängerung). Mit der Niederlage und den damit verbundenen entgangenen DFB-Pokal-Einnahmen (rund 100 000 Euro in der 1. Runde) habe die Entscheidung jedoch nichts tun. Melzer: "Wir haben vom NFV die Lizenz ohne wirtschaftliche Auflagen erhalten. 2000 Euro haben wir an Pokaleinnahmen einkalkuliert - und die hatten wir bereits im Halbfinale eingespielt."

Nutznießer des FCE-Verzichts ist Eintracht Norderstedt. Der einzige Verein aus dem Bereich des Hamburger Fußball-Verbandes, der neben dem FCE für die Regionalliga Nord gemeldet hatte. Seit Jahren versucht der 2003 gegründete Klub an die Erfolge von Vorgänger 1. SC Norderstedt anzuknüpfen - bislang erfolglos.

Jetzt könnte es für die Eintracht - als aktueller Tabellenvierter quasi durch die Hintertür - doch noch klappen. Ein Glücksfall für die Norderstedter, die vom FCE bereits im Vorfeld ein Signal erhalten hatten, sich für den Fall der Fälle bereit zu halten. Eintracht-Präsident Reenald Koch: "Wir stehen Gewehr bei Fuß. Wir spielen die Relegation - das wollen auch die Spieler." Den FCE-Spielern hingegen bleibt die Krönung ihrer Meister-Saison verwährt.

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