HR vergrößert die Sorgen des VfL

<strong>Obenauf für einen </strong>Augenblick: Sören Badermann (VfL Pinneberg) stolpert nach einem Zweikampf auf Jan-Eric Rautenberg. <foto>Stemmer</foto>
Obenauf für einen Augenblick: Sören Badermann (VfL Pinneberg) stolpert nach einem Zweikampf auf Jan-Eric Rautenberg. Stemmer

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18. Mai 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Er nahm jeden einzeln in die Pflicht. Kurz vor dem Derby gegen die SV Halstenbek-Rellingen redete Michael Fischer, Coach des VfL Pinneberg, seinen vom Abstieg bedrohten Oberliga-Fußballern während seiner Kabinenansprache intensiv ins Gewissen - vor allem den Spielern, die beim VfL schon so gut wie abgeschrieben waren und sich im so wichtigen Derby gegen HR plötzlich in der Startelf wiederfanden, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Spieler wie Serge Haag (langzeitverletzt und ab Sommer bei Union Tornesch), Jan Eggers (zu HR) oder Jannik Swennosen (zu Blau-Weiß 96 Schenefeld.).

Allein, sie schienen ihren Trainer nicht verstanden zu haben. Zwar präsentierte sich der Gastgeber engagierter als am Mittwoch gegen Rugenbergen (1:4), doch nach einer halben Stunde stand es 0:1: Eine Ecke von Danijel Suntic unterlief VfL-Keeper Sascha Dittrich im Luftduell mit Krabbes und faustete sich den Ball im Fallen ins eigene Tor, Swennosens Rettungsversuch kam zu spät (31.). Doch der VfL zeigte Leben: Badermann glich nur fünf Minuten später aus (36.).

Hatten die Pinneberger die Worte ihres Trainers doch verinnerlicht? Nicht so wirklich, das Spiel plätscherte in Durchgang zwei vor sich hin, kein Vergleich zum Hinspiel (4:3 für HR). VfL gehemmt, HR (bereits gerettet) musste vor 200 Fans nicht mehr tun, hatte aber mehr Spielanteile. Dann plötzlich der Paukenschlag: Vermeintliches Foul von Suntic an Kaplan an der Mittellinie (Fischer: "Klares Foul, das entscheidend war"), Schiri Krohn ließ unter Protest weiterlaufen, de Oliveira zog davon und schoss zum 2:1 ein (79.). Die wütenden Reinrufe der VfL-Fans und das intensive Meckern Sonay Hayrans (Gelb-Rot) brachten da auch nichts mehr, Son erhöhte noch auf 3:1 (90.+1). Die VfL-Akteure verloren erneut im Abstiegskampf - trotz der intensiven Ansprache ihres Trainers.

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