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HR-Akteure arbeiten Desaster auf - VfL jetzt noch variabler

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erstellt am 16.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Halstenbek-Rellingen | Es war eine große Geste. Nach der 1:7-Klatsche seiner Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen am vergangenen Spieltag gegen Rugenbergen haute HR-Trainer Thomas Bliemeister nicht etwa auf seine Spieler drauf, sondern nahm die Schuld auf sich: "Ich habe Verteidiger spielen lassen, die unter der Woche kaum trainieren konnten, das war ein Fehler", gestand er selbstlos ein. Bliemeister fungierte als Blitzableiter.

Dennoch: Schuldlos waren die HR-Akteure keinesfalls, standen sie doch auf dem Platz. Und so begann in den zurückliegenden Tagen auch bei ihnen die Aufarbeitung des Desasters. "Wir waren gar nicht so schlecht, hätten auch 2:0 führen können. Dann aber entwickelte sich ein ganz komisches Spiel", erinnert sich Abwehrmann Robert Hermanowicz und er ergänzt: "Ich köpfte gegen den Pfosten, ein Tor von uns wurde wegen angeblichem Abseits aberkannt und plötzlich liegst du 1:3 hinten. Es war ein gebrauchter Tag und wir haben den Fehler gemacht, dass wir nach dem 1:3 immernoch Angriffspressing und nach vorn gespielt haben, um Schadensbegrenzung zu betreiben anstatt uns hinten rein zu stellen. Rugenbergen hat uns dann eiskalt ausgekontert, hinzu kamen individuelle Fehler, die wir sonst nie begehen." Zu allem Überfluss verletzte sich dann auch noch HR-Stürmer Filip Barbarez schwer (Bänderriss, acht Wochen Pause), weil HR zu diesem Zeitpunkt bereits dreimal gewechselt hatte, musste das Team vom Lütten Hall die letzten 20 Minuten der Partie zu zehnt beenden.

"Da kam alles zusammen, das Pech einer gesamten Saion, ab jetzt kann es nur besser werden", kann Hermanowicz wenigstens wieder scherzen. Wirds schon heute in Oststeinbek (19 Uhr) besser? Sechs Spieler haben sich frei genommen, um rechtzeitig am Meessen zu sein. Ins HR-Tor wird André Alves Lopes (25) zurückkehren, er soll der HR-Abwehr mit seiner Erfahrung Ruhe verleihen und den jungen Keeper Kevin Tittel (19) vertreten, der nach den sieben Gegentoren gegen Rugenbergen eine Pause benötigt.

Beim VfL Pinneberg lief der Auftakt runder (ein Remis, ein Sieg). Vor dem heutigen Spiel gegen den starken Aufsteiger Dassendorf (18.30 Uhr) sammelte VfL-Coach Michael Fischer im Testspiel am Dienstag gegen den Landesligisten FC Süderelbe (3:1) noch einige wichtige taktische Erkenntnisse: " Anstatt im gewohnten 4-2-3-1- haben wir im 4-3-3-Sytem gespielt, was unserem Konterspiel mehr entgegen kommt, weil wir in ihm schneller Überzahlen schaffen können. Wir haben sehr variable Spieler im Kader, sodass wir auch während der 90 Minuten von einem ins andere System umstellen können, ohne wechseln zu müssen", freut sich Fischer.

Inwieweit seine neuen taktischen Kniffe schon gegen Dassendorf Anwendung finden werden, lässt Fischer offen.

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