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Lokaler Sport

18. Oktober 2017 | 19:24 Uhr

Floorball : Heim-WM vor der Haustür

vom

Der Kölln-Reisieker Hauke Dentzin spielt ab heute für Deutschland bei der Floorball-Weltmeisterschaft U 19 in Hamburg.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 09:02 Uhr

KÖLLN-REISIEK | Eine Weltmeisterschaft quasi direkt vor der Haustür - und Hauke Dentzin ist für Deutschland aktiv dabei, wenn von heute, Mittwoch, an in Hamburg die besten Floorball-Nationen in der Altersklasse U 19 ihren Champion suchen. "Spanien wäre zwar cool gewesen, aber da ich viele in Hamburg kenne, kommen vielleicht auch viele zu den Spielen", sagt der Schüler aus Kölln-Reisiek, der im Freundes- und Bekanntenkreis bereits ordentlich die Werbetrommel rührt. "Das fördert Floorball in Deutschland", hofft er auf steigende Popularitätswerte dieser jungen und schnellen Sportart, die am besten mit Eishockey zu vergleichen ist - nur eben ohne Eis, sondern auf dem Parkett einer normalen Sporthalle.

Seit Anfang Februar weiß der 17-Jährige, dass er bei der WM die schwarz-rot-goldenen Farben tragen darf. Während der Polish Open in Polen hatten die beiden aus Finnland stammenden Bundestrainer noch zwei Akteure aus dem Kader aussortieren müssen; für die WM durften nur 20 Spieler gemeldet werden. "Jetzt ist sicher, dass ich dabei bin", ist Hauke stolz auf die Berufung. "Es war ein langer Weg."

Der Weg begann für den Kölln-Reisieker, der in zwei Jahren an der Elsa-Brändström-Schule Abitur machen will, in seiner Heimatgemeinde, bei seinem Onkel Ulli Dentzin. Dieser leitet an der örtlichen Grundschule eine Arbeitsgemeinschaft Floorball. Aus der Schul-AG ging’s in den Verein SG Kölln-Reisiek, mit deren Jugendmannschaften Hauke auf dem Kleinfeld Erfolge bis zur Deutschen Vizemeisterschaft der Altersklasse U 17 feierte.

Mit dem Wechsel aufs Großfeld gelangte der 1,74 Meter große Hauke Dentzin über die Zwischenstation Itzehoe zum TSV Wittenbek, mit dem er in dieser Saison den vierten Platz in der 2. Bundesliga Nord-West belegte. Bei der SG KR wirkt er immer noch als Trainer der U 17 und der Männer mit.

Den Unterschied zwischen dem Spiel mit drei oder fünf Feldspielern skizzierte er so: "Auf dem Kleinfeld läuft man bis zur Mittellinie und schießt drauf; das Großfeld ist von der Taktik her viel anspruchsvoller."

Nun steht der Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn unmittelbar bevor - und er strotzt vor Zuversicht: "Wir wollen nicht vom Sieg sprechen, aber wir haben Erwartungen an uns und glauben an uns", unterstreicht er die mentale Stärke. "Das Team ist gut zusammengewachsen."

Den Verdienst daran schreibt nicht nur Hauke Bundestrainer Iivo Pantzar und dessen Stellvertreter Jaakko Niemi zu. Mit den beiden Finnen habe man sich gut entwickelt. "Wir haben in der Nationalmannschaft ein neues System eingeübt. Es sind Varianten und Angriff und Abwehr, die ich im Verein vorher nie gespielt haben." Letzte Chance, Lauf- und Passwege zu verinnerlichen, gab in den vergangenen fünf Tagen beim abschließenden Trainingslager unmittelbar vor Beginn der WM in Hamburg.

Bis zum ersten Anpfiff gilt die Konzentration ganz diesem Turnier, bei dem Deutschland allerdings "nur" im B-Pool spielt. Über die Vereinszukunft werde er sich anschließend Gedanken machen. Wahrscheinlich aber werde er den TSV Neuwittenbek wegen der weiten Wege zum Training verlassen. Der Eimsbütteler TV in Hamburg oder Zweitliga-Aufsteiger Blau-Weiß 96 Schenefeld böten sich als Alternativen an.

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