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Lokaler Sport

12. Dezember 2017 | 19:29 Uhr

Glücksgefühle voller Leiden

vom

Timo Hein und Kai Zabel überstehen ihren ersten Ironmen-Triathlon beim Glücksburger Ostseeman

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Kölln-Reisiek/Glücks-Burg | Um nach dem Zieleinlauf laut zu jubeln reichte die Kraft. Im Display über der Ziellinie des Glücksburger Ostseeman zeigte die Uhr 10:31:45 Stunden an. Einen Tag später waren die Folgen des ersten Ironman-Triathlons für Timo Hein (37) dann schmerzhaft spürbar, doch die Zeit für den Dreikampf aus 3,5 Kilometer Schwimmen (1:09:10 Stunden), 180 Kilometer Radfahren (5:34:20) und den abschließenden, 42,195 Kilometer langen Marathonlauf (3:45:35) riefen bei ihm Begeisterung hervor. Im Gesamtklassement der rund 600 Starter belegte Hein Rang 72; in der Wertung der Norddeutschen Meisterschaft wurde er 17. "Für die erste Langdistanz ist das echt gut", sagte Hein, der sein selbst gestecktes Zeitlimit von elf Stunden locker unterbot. Kai Zabel, Zweiter Starter der Tri-EMTV, kam nach 11:52:30 Stunden ins Ziel. Der Barmstedter Peter Spaja benötigte 13:58:04 Stunden.

Dabei habe er, so der bislang hauptsächlich auf der mittleren oder olympischen Distanz aktive Timo Hein, durchaus Fehler in der Einteilung gemacht. So sei er die erste von sechs Laufrunden zu schnell angegangen. "Ich bin vom Rad kommend richtig kaputt gewesen und habe immer nur zu mir gesagt: Bloß nicht anhalten!", erzählte er. Andere Mitstreiter seien an den Steigungen, welche die Laufstrecke "giftig" machten, schneller gegangen als er gelaufen, aber: "Ich bin froh, dass ich das durchgezogen habe."

Ein Unsicherheitsfaktor im Vorfeld war die unabdingbare Nahrungsaufnahme während des Wettkampfes, um einerseits am Ende genug Kraftreserven zu haben, aber andererseits wegen zu vielen Essens auch keine Magenkrämpfe zu bekommen. Letztlich gingen alle Berechnungen auf. "Es war eine ganz neue Erfahrung: So gelitten habe ich noch nie", sagte Hein noch immer euphorisiert über das Erlebnis. Kommendes Jahr will er in Klagenfurt (Österreich) starten.

Kai Zabel (42, Foto) feierte ebenfalls seine Ironmen-Premiere - wenn man so will, mit einem Jahr Verspätung. 2012 hatte er seinen Start in Glücksburg wegen einer Verletzung während der Vorbereitungsphase noch absagen müssen. Jetzt passte es. "Für meinen Trainingsaufwand war es eine perfekte Zeit", sagte Zabel, der bereits Ende April den Hamburger Marathon mitgelaufen war. "Es lief im Großen und Ganzen recht flüssig."

Peter Spaja hingegen hat die für Hein und Zabel neue Erfahrungen bereits einmal gemacht: vor Jahresfrist an gleicher Stelle. Der Barmstedter war damals ebenfalls noch Mitglied der EMTV-Triathlonabteilung.

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