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Lokaler Sport

22. Oktober 2017 | 05:52 Uhr

Glück im Unglück für "desolaten" VfL?

vom

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Wie heißt es in diesen Wochen so schön: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Aufgrund der vielen Nachholpartien ist der Terminplan eng gestrickt. Das gilt für den Fußball-Oberligisten VfL Pinneberg ohnehin. Für die Mannschaft von Trainer Michael Fischer gilt in den kommenden Tagen aber noch ein weiterer Leitsatz: Nach dem Derby ist vor dem Derby. Denn nach der jüngsten Pleite im Kreis-Kräftemessen mit dem Nachbarn SV Rugenbergen (1:4, wir berichteten), wartet nun das nächste: Heute (19 Uhr) empfängt der VfL die SV Halstenbek-Rellingen zum Schlagabtausch - und hat noch eine Rechnung aus dem Hinspiel (3:4) offen, in dem HRs Danijel Suntic dreimal traf und zum Matchwinner avancierte.

Allerdings: Die Stimmung bei den Pinnebergern ist denkbar schlecht. Sichtlich mitgenommen kam Konrad Kosmalla nach der Partie gegen den SVR, in der sich der VfL wie ein Absteiger präsentierte, aus der Kabine. "Ich bin erschüttert von dieser Leistung, habe seit langer Zeit wieder einmal deutliche Worte an die Spieler gerichtet", so der 2. Vorsitzende des Fußball-Vorstandes.

Trainer Fischer wurde sogar noch deutlicher: "Das war unterstes Bezirksliga-Niveau, wenn wir so desolat weitermachen, haben wir es verdient, abzusteigen." Wie bitter wäre das denn? Ein Abstieg der Ersten des VfL bei gleichzeitigem Aufstieg der Zweiten in die Landesliga? Zwei Teams in zwei Landesliga-Staffeln? Oder ein Verzicht des VfL II auf den Aufstieg?

Noch ist der Klassenerhalt für die Pinneberger drin (drei Punkte Vorsprung zum Drittletzten Bramfeld) - zumal es einen vierten Abstiegsplatz (zusätzlich zu den drei Regelabstiegsrängen in der Oberliga) voraussichtlich nicht geben wird. Der Regionalligist HSV II scheint gerettet und aufgrund des Insolvenzan trages des FC Oberneuland kann mit dem SC Victoria womöglich noch ein zweites Hamburger Regionalliga-Team den Abstieg in die Oberliga abwenden.

Glück im Unglück für den VfL also? Fischer: "Ich glaube nicht, dass es einen vierten Abstiegsplatz geben wird. Aber das ist auch egal, wir brauchen noch vier Punkte, müssen gegen HR viel mehr zeigen. Für die geht es zwar um nichts mehr, aber ein Derby motiviert immer."

Schwer anzunehmen, dass ausgerechnet Kreisrivale HR dem VfL Schützenhilfe geben wird. HR-Coach Thomas Bliemeister jedenfalls sagt: "Ich hoffe, dass der VfL drin bleibt, dennoch werden wir alles geben, denn von Wettbewerbsverzerrung halte ich nichts."

Angeschlagen sind Mladen Tunjic (Wade), Jan Rottstedt (Risswunde), Danijel Suntic (Zeh) sowie Pablo Cardoso (Adduktoren).

Derweil hat der SV Rugenbergen mit seinen jetzt 42 Punkten mit dem Abstieg nichts mehr zu tun und will sich im letzten Heimspiel der Saison gegen den SV Lurup (morgen, 13 Uhr) bei seinen Fans bedanken. Derbys hat der SVR keine mehr - im Gegensatz zum abstiegsbedrohten VfL, der am letzten Spieltag ausgerechnet zum Meister FC Elmshorn muss. . .

Nach dem Derby ist eben vor dem Derby.

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