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Lokaler Sport

24. Oktober 2017 | 08:26 Uhr

Familienbesuch spornt Eric Jones an

vom

Football: Starke Offense-Line beim 52:6-Kantersieg der Fighting Pirates

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Elmshorn | Viele Möglichkeiten, ihren Sohn Football spielen zu sehen, haben die Eltern von Eric Jones nicht. Der US-Import im Team der Elmshorn Fighting Pirates hat seine Collegezeit mit seinem Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften in den Vereinigten Staaten beendet - und damit nahezu zwangsläufig auch seine aktive Sportzeit. Eine Vereinskultur wie in Deutschland mit unterschiedlichen, nach Spielstärken gestaffelten Ligen gibt es über die Universitäts-Klassen nicht. Wer den Sprung zum Profispieler in der National Football League (NFL) nicht schafft, legt das Ei aus der Hand. Und Eric Jones wählt einen anderen Beruf.

Daher waren Jackie und Frank Jones Ende vergangener Woche nach Elmshorn gekommen, um ihren Filius im Dress der Fighting Pirates zu beobachten. Und sie wurden wie 532 Zuschauer im Krückaustadion beim Elmshorner 52:6 über die Hannover Spartans Zeuge einer bärenstarken Leistung der Offense-Line, in der Eric Jones eine zentrale Rolle spielte. "Unsere O-Line hat einen wahnsinnigen Push gemacht und Hannoveer übers Feld geschoben", lobte EFP-Cheftrainer Stefan Mau seine starken Männer.

Die verschafften den Elmshorner Quaterbacks - Axel Roemersma in Halbzeit eins, Oliver Schlüter im zweiten Spielabschnitt - den nötigen Platz, um ein effektives Angriffsspiel gegen eine über weite Strecken überforderte Hannoveraner Defense aufzuziehen. Beide setzten nicht nur ihre Runningbacks für die Laufspielzüge und die Passempfänger in Szene, sie punkteten auch selbst. Roemersma eröffnete den Punktereigen mit einem Touchdown, zu dem er den letzten Yards dank der Blocks seiner Vorderleute selbst zurücklegte. "Axel Roemersma war ein echter Leader", lobte Mau.

Schlüter legte dagegen im dritten Viertel auf dem Weg in die Endzone einen unwiderstehlichen 60-Meter-Sprint zum zwischenzeitlichen 44:0 hin. Es waren nicht seine ersten Zähler, die er aufs Tableau zauberte. Schlüter verwandelte auch alle sechs Kicks zum Zusatzpunkt im Anschluss an einen Touchdown. Er vertrat die etatmäßigen Kicker Sven Linn und Patrick Ladendorf, die aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen fehlten. "Da habe ich mich mal aus der dritten Reihe gemeldet und vorletzte Woche wieder dafür trainiert", sagte Schlüter, der froh war, dass er auch als Spielmacher seine Einsatzzeiten erhielt. "Vielen Dank dafür, dass ich die Möglichkeit hatte, ein paar Plays zu machen." Hundertprozentig zufrieden sei er nicht, aber "das Gros kam an".

So verfolgten Jackie und Frank Jones einen ungefährdeten Sieg, bei dem die Gäste erst in den Schlusssekunden ihren einzigen Touchdown erliefen. Da waren Eric Jones und viele andere Spieler der Startformation von Mau aber bereits zur Schonung auf die Bank beordert worden.

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