FC Elmshorn : Der schnelle Mann für die linke Seite

Mit jetzt 23 Jahren gehört Tim Jeske zu den festen Größen im Offensivspiel des FC Elmshorn.  Foto: Völz
Mit jetzt 23 Jahren gehört Tim Jeske zu den festen Größen im Offensivspiel des FC Elmshorn. Foto: Völz

Tim Jeske war im Hinspiel gegen Curslack-Neuengamme der Matchwinner.

Avatar_shz von
08. März 2013, 09:47 Uhr

Elmshorn | Für den Trainer ist es ein Luxusproblem: Im Mittelfeld des FC Elmshorn kann Achim Hollerieth beinahe nach Belieben rotieren, ohne dass den Oberligafußballern Qualität verloren ginge. In der Zentrale hinter den Spitzen bieten sich gleich drei an: Patrick Ziller - zuletzt starker dreifacher Torschütze beim 5:0-Pokalerfolg über den SV Lurup -, Neuzugang Sascha de la Cuesta oder Thorben Reibe. Ziller schien sich am Dienstag in der Mitte wesentlich wohler gefühlt zu haben als auf dem rechten Flügel, wo ihn Hollerieth zumeist einsetzte.

Der Platz hinter Torjäger Jan Lüneburg als hängende Spitze war oft für Reibe reserviert. Reibe kann auch neben Fabian Böwig den Sechser offensiv interpretieren. Dann wäre de la Cuesta erste Wahl. Rechts ist Milos Ljubisavljevic eine Alternative.

Einen dürften diese Positionsüberlegungen wenig anfechten. Tim Jeske bearbeitet seit Saisonbeginn die linke Außenbahn des Tabellenführers. Das Laufpensum des schnellen Blondschopfes gehört zu den größten aller FCE-Akteure. Und dort dürfte er auch morgen, Sonnabend, im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten SV Curslack-Neuengamme die Linie rauf- und runterrennen.

mmerhin gehörte der 23-Jährige frühere Horster beim 2:1-Hinspielsieg zu den entscheidenden Leuten auf dem Platz. Er traf zum 1:0 und holte den zweifelhaften Elfmeter, von dem Jeske damals selbst sagte, er hätte ihn nicht gepfiffen, heraus, den Jan Lübeburg zum 2:0 verwandelte. In der Oberliga notierten die Statistiker inzwischen sieben Tore und acht Vorlagen für ihn.

Jeske, zu Saisonbeginn von FCE-Präsident Helge Melzer - beide kennen sich vom VfR Horst - wie auch Jan-Henrik Kaetow vom SV Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein-Liga) an die Wilhelmstraße gelotst, ist genau der Typ Fußballer, den man beim FCE sehen will. Er hat seine fußballerischen Wurzeln in Elmshorn und Umland, spielte als Jugendlicher bei Holsatia und dem VfR Horst, mit dem er im ersten Herren-Jahr den Sprung von der damaligen Kreisoberliga in die Schleswig-Holstein-Liga schaffte.

Im Sommer 2009 folgte er, wie auch Patrick Ziller, für drei Jahre dem Ruf von Jens Martens zum SVHU. Dort legte der 1,74 Meter große Stürmer noch an Qualität zu, die nun dem FCE zugute kommt. "Absolut" eine Verstärkung, urteilte auch Sportchef Eugen Igel.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen