Leichtathletik : Boukaia sprintet zum Titel

Elmshorner Deutscher M 45-Meister über 60 Meter. Auch Ingrid Holzknecht erfolgreich.

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27. Februar 2013, 08:37 Uhr

Elmshorn/Düsseldorf | Während nur rund 150 Kilometer weit entfernt die Erwachsenen ihre Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund bestritten, überzeugten die beiden LG-Elmshorn-Starter bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Düsseldorf auf ganzer Linie. Nicht weniger als drei Titel und zwei zweite Plätze holten Ingrid Holzknecht (Altersklasse W 70) in den Wurfdisziplinen sowie Aziz Boukaia (M 45) im 60-Meter-Sprint.

Wurde Boukaia im Vorjahr nach einem Fehlstart disqualifiziert, so trumpfte der Vorzeigesprinter der LG Elmshorn nun auf. Der 45-Jährige erwischte im Finale einen famosen Start und siegte in 7,45 Sekunden mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung auf Chaibou Hassane (Bernkastel/Wittlich) und seinem Dauerkonkurrenten und aktuellen Schleswig-Holsteinischen Landesmeister Meinert Möller aus Kiel, für den 7,56 Sekunden gestoppt wurden. Letzterem war er vor einer Woche in Hamburg noch unterlegen gewesen.

"Im Gegensatz zu den Landesmeisterschaften, wo die Tagesform nicht gestimmt hatte und ich nur Zweiter wurde, war ich bei den DM auf den Punkt topfit", jubelte Boukaia, der als Vorlaufschnellster ins Finale eingezogen war.

Eine wahre Berg - und Talfahrt erlebte Ingrid Holzknecht: Am ersten Wettkampftag fehlten der 72-Jährigen jeweils nur Zentimeter zu Gold: Beim Kugelstoßen in der Halle hatte Holzknecht um drei Zentimeter das Nachsehen hinter Erika Springmann (8,92 Meter).

Beim Speerwerfen, das draußen unter freiem Himmel ausgetragen wurde (Winterwurfmeisterschaft), verlor Holzknecht Gold um 27 Zentimeter: 24,54 Meter zu 24,81 Meter hieß es nach vier Versuchen. Die Anzahl der Durchgänge war wegen des Schneefalls reduziert worden. Die weiße Pracht hatte zuvor schon ungewöhnliche Maßnahmen erforderlich gemacht: "Ich habe noch nie erlebt, dass der Wurfring von den Veranstaltern mit einem Bunsenbrenner getrocknet wurde", berichtete die Rellingerin.

Doch am zweiten Tag waren das Glück und vor allem das Können zurück: Das Diskuswerfen entschied die überglückliche Holzknecht mit einem Vorsprung von nahezu vier Metern für sich mit 24,61 Metern und im Hammerwerfen hatte die Rellingerin das Quentchen Fortune, das ihr tags zuvor noch gefehlt hatte und siegte mit 25,86 Metern mit einem hauchdünnen Vorsprung von zehn Zentimetern.

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