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Lokaler Sport

13. Dezember 2017 | 19:57 Uhr

Bliemeister blickt in die Zukunft

vom

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Halstenbek/Rellingen | Was passiert, wenn die erste Mannschaft des FC St. Pauli aus der 2. Fußball-Bundesliga runtergeht? Wer steigt dann aus der Regionalliga ab? Und was bedeutet das alles für die Abstiegssituation in der Oberliga? Fragen, mit denen sich Thomas Bliemeister, Trainer des Oberligisten SV Halstenbek-Rellingen, nicht mehr beschäftigen muss. "Gott sei Dank", schnauft der Ex-HSV-Profi mit Blick aufs Tableau durch, "wir haben bereits 45 Punkte gesammelt und müssen uns mit diesem ganzen Auf- und Abstiegschaos nicht mehr beschäftigen."

Der 57-Jährige hat keine Abstiegssorgen und kann deshalb bereits jetzt in die Zukunft schauen. Im Nachholspiel am Dienstag gegen Schnelsen (1:2) tat er dies bereits und ließ mit Jan-Eric Rautenberg (18, aus der eigenen Zweiten) einen Nachwuchsmann erstmals von Beginn an und über 90 Minuten ran. "Mit Blick auf die neue Saison wollen wir, dass unsere jungen Spieler schon jetzt Oberliga-Praxis sammeln können. Das wäre vermutlich nicht möglich, wenn wir jetzt noch im Abstiegskampf stecken würden, Jan-Eric hat seine Sache gut gemacht", lobt der Coach.

Heute in Meiendorf (14 Uhr) könnte der Youngster wieder zum Kader zählen. Definitiv zum Team in der kommenden Spielzeit wird auch Danijel Suntic gehören. Entgegen anders lautender Meldungen verlängerte HR mit dem Mittelfeldmann den Vertrag um ein Jahr. "Er kann nicht so häufig trainieren, was schade ist. Aber er ist eben auch einer der Spieler, für die man ins Stadion geht", sagt Bliemeister über seinen Spielgestalter, der das Derby gegen den VfL im November 2012 (4:3) mit einen Hattrick nahezu im Alleingang entschied. Zum Team stoßen werden heute wohl auch wieder Sascha Richert, der nach einem Urlaub zunächst in der Zweiten aushalf, sowie Mladen Tunjic, der erst am Donnerstag von einer Kroatien-Reise zurückkehrte. Fehlen werden hingegen Jan Rottstedt (Wade) und Nils Matthiessen (Rücken-OP). Auch nicht mehr dabei sein wird Ex-Assistenzcoach Vahid Hashemian (wir berichteten, siehe Interview unten). Bliemeister über dessen Weggang: "Er war eine Belebung für den Verein, aber es gab unterschiedliche Auffassungen. Vahid kommt aus dem Profi-Bereich und ist andere Strukturen gewohnt. Im Amateurbereich gibt es aber auch Unwegsamkeiten, mit denen er nicht so gut zurecht kam, wie etwa den Umstand, dass Spieler kurzfristig nicht zum Training kommen können oder auch, dass Transferplanungen oft nicht ganz einfach verlaufen. Dennoch verlief die Trennung im Guten."

Alles Gute wünscht Bliemeister auch seinem Ex-Klub VfL Pinneberg ("Ich hoffe sehr, dass sie in der Liga bleiben"), der auch nach dem 2:0-Sieg in Lurup weiterhin im Abstiegskampf steckt, zumal die Konkurrenz (Meiendorf, SC Vier- und Marschlande) zuletzt kräftig punktete. Morgen empfängt der VfL das Topteam des SC Condor (15 Uhr). "Vielleicht glückt uns eine Überraschung, jeder Zähler zählt, egal gegen wen", sagt Trainer Michael Fischer.

Beim SV Rugenbergen ist die Luft ein wenig raus (zuletzt 1:4 daheim im Nachholspiel gegen Condor), obwohl nur noch ein Pünktchen zur 40-Punkte-Marke fehlt. "Die wollen wir knacken, um endgültig Ruhe zu haben und für die neue Saison planen zu können", sagt Trainer Ralf Palapies vor der heutigen Partie beim SV Curslack-Neuengamme (15 Uhr).

Ähnlich wie sein Kollege Bliemeister möchte auch er es sich ersparen, ständig auf die Regionalliga-Tabelle schauen zu müssen.

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