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Lokaler Sport

23. Oktober 2017 | 00:54 Uhr

Aufstocken in der Krise

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Anna Borchers (Wedeler TSV) schwört auf Pilates und Kickboxaerobic / Neue Sportangebote beim angeschlagenen Verein etablieren

Vor Anna Borchers, Sportkoordinatorin Wedeler TSV, liegt viel Arbeit. Und das nicht nur im übertragenen Sinne. „Wir müssen uns erstmal einleben“, sagt die 33-Jährige nach dem Umzug in die neuen Geschäftsstellenräume. Da der Verein finanziell angeschlagen ist, wurden das Bettenhaus und die bisherigen Räume der Geschäftsstelle an die Stadt Wedel vermietet, die im Gebäude an der Bekstraße bis zur 50 Flüchtlinge unterbringen will. So zog auch die Geschäftsstelle in neue Räumlichkeiten. „Nun müssen wir noch Struktur reinbringen“, sagt Borchers.

Im sportlichen Bereich hat sie bereits aufgestockt. Beim Pilates wurde das Angebot erweitert. „Wir bieten nun eine große Auswahl für verschiedene Zielgruppen“, sagt Borchers. Neu aufgenommen wurde unter anderen „Flow Pilates“, das von fließenden Bewegungen geprägt sei. Auch für Senioren wurde ein neues Fitnessprogramm aufgelegt. Eine Stunde pro Woche wird in der Bekstraßenhalle spielerisch an Kraft und Ausdauer gearbeitet. „Zudem beschäftigen wir uns mit Themen wie Sturzprävention“, erläutert Borchers. Eine weitere Stunde wird beim Zirkeltraining im Kraftraum trainiert. „Alle Teilnehmer haben lebenslang Sport gemacht, berichten aber, dass sie deutliche Erfolge im Alltag merken“, berichtet Borchers. Die jüngsten Teilnehmer sind 65, die älteste Aktive sogar 91. „Im Fitnessbereich haben wir einige über 85, die noch trainieren“, sagt Borchers.

„Es ist echt anstrengend und geht richtig in die Arme“, beschreibt Borchers die Wirkung von „Drums alive“. Mit echten Drumsticks wird dabei zur Musik bei einer Choreografie auf Fitnessbälle geschlagen. „Das Ganze ist sehr koordinativ, aber am Ende ist man sehr euphorisiert und haut mehr drauf als geplant“, sagt Borchers lachend. Wenn sie Dampf ablassen will, hat sie aber einen persönlichen Favoriten: Kickboxaerobic.

„Thai Bo war mal sehr angesagt, aber leider ist der Sport ein wenig in der Versenkung verschwunden“, sagt Borchers, bei der 15 Teilnehmer einmal in der Woche Kickboxaerobic trainieren – angelehnt an Thai Bo. Zur Höchstzeit waren es bis zu 40 Teilnehmer. „Das hat richtig Spaß gemacht mit 40 Leuten in der Altstadtschule zu stehen, wenn die Halle voll war“, erinnert sich Borchers. Einstudiert werden Schrittfolgen mit Tritten. „Aber ohne Körperkontakt“, sagt Borchers lachend, die auf die Kombination von Koordination und Kraftelementen schwört. Und auch sonst habe das Training einen besonderen Effekt: „Wenn man Wut in sich hat, kann man die super loswerden.“

Im Frühjahr will sie das Thema „Green Sport“ angehen. „Dabei werden Laufen, Kraft und Gymnastik unter freiem Himmel kombiniert – ähnlich wie beim Crosslauf“, erläutert Borchers. In der Vergangenheit habe es das Angebot schon gegeben. „Der Montagabend passte als Termin aber nicht. Nun wollen wir es im Frühjahr wieder aufleben lassen“, sagt Borchers.

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