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Handball : Abschlussschwäche raubt Schleswig IF jegliche Chancen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Schleswiger SH-Liga-Handballerinnen unterliegen dem Tabellenführer MTV Herzhorn mit 25:31 ( 8:13). Mannschaft von Trainer Sepp Piontek hielt nur 20 Minuten dagegen.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 10:49 Uhr

Eigentlich hatten die Handball-Frauen von Schleswig IF Gegner MTV Herzhorn in sehr guter Erinnerung. Im Hinspiel in Herzhorn hatte die Mannschaft von Trainer Sepp Piontek 90 Sekunden vor Schluss mit zwei Toren zurück gelegen und dank eines direkt verwandelten Freiwurfs in der letzten Sekunde noch einen Punkt erkämpft. Die positive Erinnerung wird jetzt allerdings durch die 25:31 (8:13)-Niederlage gegen den Tabellenführer verwischt. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass beide Teams mental anfällig sind und dass die Mannschaft gewinnt, die am meistem für den Sieg investiert. Herzhorn hat nur in den ersten 20 Minuten geschwächelt, dann aber verdient gewonnen“, meinte Piontek zur Niederlage.

Dabei war der Auftakt in der SdU-Halle hoffnungsvoll. Die Abwehr war aggressiv und beweglich und brachte Herzhorn mehrfach ins Zeitspiel. Ulrike Barten zeigte zudem gute Paraden. Bis zur 20. Minute führte SIF mit 8:6. Dann begann das Unheil. Die 5:1-Abwehr der Gäste bereitete zunehmend Probleme und wenn gute spielerische Lösungen gefunden wurden, scheiterte die SIF-Spielerinnen im Abschluss. „Immer wieder wurde halbhoch in den Armbereich der Torhüterin geworfen. Von fünf Siebenmetern haben wir nur zwei verwandelt“, monierte der SIF-Coach. Verunsicherung machte sich breit. Ein 7:0-Lauf war die konsequente Antwort von Herzhorn auf nachlassende Körpersprache und Kampfbereitschaft. „Unsere geistige Frische war weg. Acht Tore zur Pause in einem Heimspiel bei über 20 guten Wurfchancen reichen nicht“, so Piontek.

Im zweiten Durchgang hatte Herzhorn dann routiniert den Vorsprung verwaltet. Piontek: „Wir waren nicht mehr bereit, größeren Aufwand für die nächste Wurfchance zu betreiben. Schlechte und überhastete Entscheidungen haben Herzhorn unnötige Ballgewinne und Gegenstöße geschenkt.“ Bei 13:18 und 15:20 war der Pausen-Rückstand wieder erreicht. „Aber dichter sind wir nicht rangekommen.“

Beim 19:26 drohte den Schleswigerinnen, auseinander zu fallen. Die letzten zehn Minuten wurden dann aber mit plus drei Toren gewonnen. Das knappe Fazit des Trainers: „Unsere Abschlussschwäche hat uns alle Chancen geraubt.“


Schleswig IF: Barten, – Brandt, Anna Thede (4), Lübker (4), Clausen (7), Kasischke, Lisa Thede (7), Puttins, Mitzkus, Behnke (3), von Ramm, Barz,

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