Rudern : Rudervereinigung Kappeln feiert viele Erfolge auf der Langstrecke

Avatar_shz von 01. Dezember 2021, 16:17 Uhr

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Platz drei bei der Regatta in Dortmund: der U19-Zweier mit Alina Krüger (Kappeln, vorn) und Emma Komorowski (Ratzeburg).
Platz drei bei der Regatta in Dortmund: der U19-Zweier mit Alina Krüger (Kappeln, vorn) und Emma Komorowski (Ratzeburg).

Die Wettkämpfe in Mölln und Dortmund waren für die Kappelner Athleten der Abschluss der Herbstsaison.

Kappeln | Traditionell beenden die Athleten der Rudervereinigung Kappeln ihre Herbstsaison mit der Teilnahme an regionalen und bundesweiten Langstreckenregatten. Bei diesen Wettkämpfen über 6000 Meter ist die Leistung im Einer oder im Riemenzweier ohne Steuermann gefragt. In diesem Jahr verliefen die Regatten in Mölln und Dortmund aus Kappelner Sicht besonders erfolgreich. Starke Vorstellungen in Mölln Bei der Langstrecke in Mölln waren Sportler aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen am Start. Trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle boten die Ruderer von der Schlei dort starke Vorstellungen. Weiterlesen: Kappelns Ruderer räumen wieder ab In der Altersklasse der Juniorinnen U17 ruderte Johanna Henningsen ihren Einer überraschend auf einen zweiten Platz. Nur sieben Sekunden hinter der Favoritin Jolina Westphal aus Elmshorn überquerte sie nach einem engagierten Rennen die Ziellinie. Damit sicherte sie sich vorerst einen Platz im ersten Auswahlboot des Ruderverbandes Schleswig-Holstein. Bei den Juniorinnen U19 überraschte Alina Krüger ihre Konkurrentinnen mit einem souveränen Sieg. Erst im August hatte sie mit dem leistungsorientierten Training begonnen. „Ich habe unterwegs gemerkt, dass es ganz gut läuft. Mit einem Sieg habe ich allerdings nicht gerechnet“, freute sich die 16-Jährige. Kjell Richter nicht in Bestform Vor einer besonderen Herausforderung stand Theo Henrici. Er hatte sich gemeinsam mit Jobst Kellinghusen im Zweier auf die Langstrecke vorbereitet. Da dieser kurzfristig wegen eines Infektes ausfiel, hatte Theo nur eine Trainingseinheit im Einer absolviert. In der Altersklasse U19 konnte er sich über einen vierten Platz freuen. Im gleichen Rennen wurde Spezialist Kjell Richter Zweiter hinter Leonard Tannenberg vom Sportinternat Ratzeburg. Trotz der guten Platzierung war der Kappelner mit seinem Rennen nicht wirklich zufrieden: „Ich fand nicht den richtigen Rhythmus, habe mich unterwegs festgefahren und war aufgrund einer leichten Erkältung auch nicht in Bestform.“ Für Johanna Hansen und Lara Fiona Hinz sollte der Start in Mölln ein Vorbereitungsrennen für die Langstreckenregatta in Dortmund sein. Nach dem Einsatz von Johanna Hansen bei der U19-EM in München im Oktober hatten beide erst spät mit dem Zweiertraining begonnen. Auch sie wurden immer wieder durch Infekte zurückgeworfen. Deshalb hieß in Mölln ihre Aufgabe, unterhalb der Belastungsgrenze ein Trainingsrennen zu fahren. Dies gelang zufriedenstellend. Erfolge auf dem Dortmund-Ems-Kanal In Dortmund mussten sie sich dann aber der nationalen Konkurrenz stellen. Dabei stellten sie fest, dass der Trainingsrückstand noch nicht aufgeholt war. Sie fuhren ein ordentliches Rennen, konnten aber mit der Spitze nicht mithalten. Ähnlich erging es Til Schindelhauer im Männereiner, dessen Vorbereitung sich auch schwierig gestaltet hatte. Nach einem engagiert gefahrenen Rennen sprang ein Mittelfeldplatz heraus. Schindelhauer resümierte: Ich konnte die Schlagzahl gut oben halten und fühlte mich physisch auch recht fit. Meine Rudertechnik war heute aber nicht effektiv genug. Richter auf Rang drei Im Einer-Feld der U19 gelang es Kjell Richter, aufgrund der Erfahrungen aus Mölln sein Rennen anders anzugehen. „Ich kam viel lockerer rein und fühlte mich nach 3000 Meter noch richtig gut. So konnte ich auf der zweiten Streckenhälfte noch zulegen“, sagte er. Der Kappelner ruderte auf den zweiten 3000 Metern die schnellste Zeit aller Teilnehmer. Eine Sekunde hinter Jakob Starke aus Saarbrücken und neun Sekunden hinter dem Sieger Lorenz Grimm aus Schweinfurt kam er so auf einen hervorragenden dritten Platz. Lob für Alina Krüger Aufgrund ihrer Leistung in Mölln erhielt auch Alina Krüger die Möglichkeit, in Dortmund zu starten. Kurzfristig wurde im Trainerteam entschieden, es diesmal im Zweier zu versuchen. Obwohl sie mit Zweierpartnerin Emma Komorowski aus Ratzeburg erst wenige Trainingskilometer absolviert hatte, passte es bei den beiden. Mit viel Rudergefühl gelang es den Nordlichtern, den Zweier effektiv zu bewegen. Knapp geschlagen von zwei Booten aus Nordrhein-Westfalen kamen die Mädchen aus dem Norden als Dritte ins Ziel. Landestrainer Björn Lötsch aus Lübeck zollte Respekt: „Was Alina und Emma gezeigt haben, war wirklich überzeugend. Mit dieser Leistung haben sie sich in der nationalen Spitze ins Gespräch gebracht.“ ...

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