Nach Österreich-Pleite : Löws Streichkandidaten: Neuer ist fit, Rudy patzt

<p>Ist fit für die WM: Manuel Neuer.</p>

Ist fit für die WM: Manuel Neuer.

Bundestrainer Joachim Löw kann aufatmen: Manuel Neuer ist fit. Weitere Wackelkandidaten überzeugten kaum in Österreich.

shz.de von
02. Juni 2018, 23:04 Uhr

Klagenfurt | Am Montag ist es soweit: Löw muss der FIFA den endgültigen 23er-WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft präsentieren. Vier Spieler aus dem vorläufigen Kader werden nicht die Reise mit nach Russland antreten. „Vieles war schlecht“, bilanzierte Löw direkt nach dem Abpfiff. Tatsächlich wirkte der Bundestrainer nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft beim 1:2 gegen Österreich am Samstagabend. Der einzige Lichtblick war Neuers Auftritt. Der Keeper überzeugte bei seinem Comeback im Nationaltrikot. Andere Wackelkandidaten konnten keine Pluspunkte für sich sammeln.

Sebastian Rudy

Imago/Revierfoto

In der 46. Minute kam Sebastian Rudy für Sami Khedira, der für die WM und die erste Elf gesetzt ist, in die Partie. Die ersten beiden Ballkontakte vom Bayern-Akteur endeten mit haarsträubenden Fehlpässen. Ein absoluter Fehlstart für den Sechser. Auch in der Folge spielte er sich nicht in den Vordergrund. Allerdings vermied er weitere Patzer und reihte sich allgemein in den Auftritt seiner Teamkollegen ein – was kein Vorteil war. Khedira und Ilkay Gündogan überzeugten schon eher im defensiven Mittelfeld.

Nils Petersen

Imago/MIS

Ein durchaus undankbares Spiel für den Debütanten: Nils Petersen war in der Sturmspitze weitestgehend auf sich alleine gestellt und konnte kaum Akzente setzen. Das ist allerdings hauptsächlich dem schwachen Auftreten der gesamten Mannschaft zu verschulden. Immerhin war er an einer gefährlichen Aktion beteiligt, als Julian Brandt das 2:0 verpasste (20.). In der 76. Minute wurde der Stürmer des SC Freiburg für Mario Gomez ausgewechselt.

Julian Brandt

Imago/Eibner Europa

Der Flügelflitzer von Bayer 04 Leverkusen sorgte für ordentlich Tempo auf der rechten Seite. Nach 20 Minuten hatte Julian Brandt das 2:0 auf dem Fuß. Er gehörte noch zu den auffälligsten Spielern, die Joachim Löw auf das Spielfeld schickte. Allerdings ging Brandt in den Zweikämpfen mit den robusten Österreichern etwas unter.

Manuel Neuer

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Imago/Schüler

Natürlich zählt Manuel Neuer nur aufgrund seiner fehlenden Spielpraxis zu den Wackelkandidaten. Die Frage, die sich letztlich stellte: Wird er bis zur Weltmeisterschaft fit. Antwort: ja. Neuer war der beste Spieler der deutschen Nationalmannschaft und bewahrte die Löw-Elf vor einer höheren Niederlage. Sowohl seine Paraden auf der Linie als auch das Aufbauspiel, das der Bundestrainer so schätzt, sprachen eine deutliche Sprache. Sollte Neuer nicht noch im Nachhinein Schmerzen in seinem Fuß haben, steht der WM-Teilnahme als Nummer eins nichts mehr entgegen.

Leon Goretzka

Imago/Matthias Koch

War das WM-reif? Leon Goretzka kam nach 56 Minuten für Gündogan in die Partie und absolvierte eine zumindest solide Leistung. Dabei fiel er kaum auf, allerdings ist das angesichts der Mannschaftsleistung nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen. In der Schlussoffensive der Löw-Elf suchte er den direkten Weg zum Tor – das zeugte von Selbstvertrauen.

Die anderen Wackelkandidaten Jonathan Tah, Matthias Ginter, Kevin Trapp und Marvin Plattenhardt kamen indes gar nicht zum Einsatz.

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