"Nicht die Meinung des Clubs" : Lazio-Fans sorgen wieder für Ärger: Keine Frauen in vorderen Reihen

Wieder einmal sorgten die Ultras von Lazio Rom für einen Skandal.
Wieder einmal sorgten die Ultras von Lazio Rom für einen Skandal.

Die "Fans" von Lazio Rom sorgen in aller Regelmäßigkeit für Skandale. Nun mussten sich Frauen hinten anstellen.

shz.de von
20. August 2018, 07:59 Uhr

Rom | Die berüchtigten Ultras von Lazio Rom haben in Italiens Fußball-Liga mit einer sexistischen Aktion wieder für Aufsehen gesorgt. Die Anhänger des Hauptstadt-Clubs verteilten Flugblätter, auf denen sie Frauen aufforderten, sich im Olympiastadion nicht in den vorderen Reihen des Fanblocks aufzuhalten. "Die Curva Nord stellt für uns einen heiligen Raum dar", hieß es und die ersten Reihen symbolisierten den "Schützengraben".

"Nicht die Meinung des Clubs"

"In den Schützengräben lassen wir Frauen, Ehefrauen und Freundinnen nicht zu, also laden wir sie ein, sich ab der zehnten Reihe zu positionieren", schrieben die Fans. Der Verein distanzierte sich von der Aktion. "Das ist nicht die Meinung des Clubs. Wir sind gegen jede Diskriminierung", sagte ein Sprecher. Den Saisonauftakt verlor Lazio mit 1:2 gegen den SSC Neapel.

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Die Lazio-Fans hatten im Vorjahr für einen Skandal gesorgt, als sie im Römer Olympiastadion Fotomontagen mit dem Gesicht der im Holocaust getöteten Jüdin Anne Frank in einem Trikot von Stadtrivale AS Rom aufklebten. Der Club wurde vom italienischen Fußball-Verband dafür mit einer Geldstrafe in Höhe von 50 000 Euro belegt.

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