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Die «Top-Elf» : Kuriositäten und Momente des siebten Bundesliga-Spieltags

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Zum wiederholten Mal steht der Videobeweis im Mittelpunkt eines Spieltags - diesmal mit Lob, zum Beispiel durch die Trainer Hecking und Breitenreiter. Und Borussia Dortmund ist trotz der nach Meinung von Chefcoach Bosz schlechtesten Saisonleistung weiter ganz vorn.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2017 | 11:56 Uhr

Borussia Dortmund hat am siebten Spieltag der Fußball-Bundesliga seine Top-Position gefestigt - trotz der schlechtesten Saisonleistung, wie Trainer Peter Bosz nach dem 2:1 beim FC Augsburg befand.

Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang war dabei die Lässigkeit in Person, als er einen Elfmeter so sanft Richtung FCA-Keeper Marwin Hitz ausübte, dass der Schweizer den Ball quasi wie eine Rückgabe fangen konnte. Martin Schmidt, jetzt Coach des VfL Wolfsburg, kam beim Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mainzern nur zu einem 1:1. Und erneut gab es Diskussionen um den Videobeweis - diesmal aber mit vielen lobenden Worten, so etwa durch die Trainer Dieter Hecking und André Breitenreiter.

AUBAMEYANG-ELFER: Pierre-Emerick Aubameyang ist normalerweise die Torversicherung des BVB. Höhepunkt seiner Lässigkeiten in Augsburg war ein in die Hände von Torwart Hitz gechippter Elfer. Trainer Peter Bosz übte Nachsicht. Den nächsten Strafstoß schießt wer? «Auba!»

KAGAWA-KUNSTSTÜCK: Filigraner geht's nicht. Dortmunds Shinji Kagawa schlenzte bei seinem Siegtor in Augsburg den Ball nach einem Rückpass butterweich über den Torwart ins lange Eck. Ein Traumtor! Und das 38. von Kagawa in der Bundesliga - damit ist er nun der Rekord-Japaner.

FAVORIT TUCHEL: Auch in Dortmund verfolgen sie die Trainersuche in München gespannt. Wird's Ex-BVB-Coach Thomas Tuchel? «Wenn er zu Bayern geht, sind wir Gegner», sagte BVB-Profi Sokratis. Der Geist von Tuchel schwebt schon wieder durch die Bundesligastadien.

KOPFBALL-SPEZIALIST MUTO: Vier seiner letzten acht Tore erzielte der Mainzer Yoshinori Muto per Kopf, dabei ist er nicht einmal 1,80 Meter groß. Ebenfalls ungewöhnlich: Gegen Wolfsburg köpfte er aus ungefähr 14 Metern. «Eine Sensation», fand VfL-Manager Olaf Rebbe.

SCHMIDT-WIEDERSEHEN: Sieben Jahre arbeitete Martin Schmidt in Mainz, zuletzt als Cheftrainer. Nach dem Wiedersehen sagte der Wolfsburger Coach: «Ich bin froh, dass dieses Spiel vom Tisch ist. Jetzt kann man sich wieder voll konzentrieren.»

BAILEY-POWER: Der Leverkusener Leon Bailey sorgte nach seiner Einwechslung auf Schalke für Belebung des Offensivspiels. Mit seinem ersten Bundesligator zum 1:1 rettete der junge Jamaikaner Bayer einen Punkt. «Das war ein spezieller Moment», sagte Bailey.

HARNIK-FAUXPAS: Martin Harnik war sauer auf sich. Und brutal enttäuscht, weil er beim Stand von 1:1 in Mönchengladbach aus drei Metern die Latte und nicht ins Netz traf. «Das tut richtig weh», sagte er - klar: Denn letzten Endes verlor Hannover 1:2.

BREITENREITERS LAUF BEENDET: Dass diese Serie mal reißt, war klar. Dass sie so reißt - bitter. Nachdem André Breitenreiter von 16 Pflichtspielen mit Hannover 96 keines verloren hatte, unterlag er in Mönchengladbach - durch einen Strafstoß in der Nachspielzeit.

HALLER-TRAUMTOR: Ein Seitfallzieher in der Nachspielzeit, wenn die eigene Mannschaft in Unterzahl spielt und der Schiedsrichter gleich danach abpfeift: Spektakulärer kann man ein Spiel nicht entscheiden. Frankfurts Sébastien Haller traf so zum 2:1-Sieg gegen Stuttgart.

NAIVE SCHWABEN: Fast eine halbe Stunde spielte der VfB Stuttgart beim Stand von 1:1 in Frankfurt in Überzahl. Der Aufsteiger drängte auf das 2:1 - und kassierte stattdessen in letzter Sekunde das 1:2. «Wir waren nicht clever genug und etwas naiv», klagte Kapitän Dennis Aogo.

ÜBERRASCHUNGS-JUNGSPUND ITO: 20 Jahre ist der HSV-Linksaußen alt und begeistert Mitspieler und Fans gleichermaßen. Bisher trat Tatsuya Ito fast nur in der Regionalliga auf. Jetzt wirbelt der beschlagene Techniker in der Bundesliga. Trainer Gisdol: «Grandios gemacht!»

Hintergründe zum Spieltag auf der DFL-Homepage

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