Debatte in der Liga : Kind unterstützt DFL-Entscheidung «in vollem Umfang»

Hat die Debatte um 50+1 wieder befeuert: 96-Präsident Martin Kind (l).
Hat die Debatte um 50+1 wieder befeuert: 96-Präsident Martin Kind (l).

Hannover-96-Präsident Martin Kind hat die Grundsatz-Entscheidung der Deutschen Fußball Liga zur Reform der 50+1-Regel begrüßt.

shz.de von
06. Februar 2018, 08:31 Uhr

«Es geht uns um die Situation von 96 in der regionalen Verbundenheit. Ich unterstütze die DFL-Entscheidung in vollem Umfang und lade alle Clubs zum konstruktiven Mitmachen ein», sagte der Chef des niedersächsischen Fußball-Bundesligisten der «Bild». Nach Informationen der Zeitung wollen 12 der 18 Erstligaclubs die 50+1-Regelung lockern.

Diese Regel gibt es nur im deutschen Profifußball. Sie begrenzt den Einfluss externer Investoren bei einem Club, weil Stammvereine nach einer Ausgliederung der Profi-Abteilungen weiter die Mehrheit der Stimmanteile in einer Kapitalgesellschaft besitzen müssen.

Der deutsche Profifußball steht nun womöglich vor einschneidenden Veränderungen. Denn 96-Boss Kind hatte am Montag seinen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung von der 50+1-Regel und damit auf den Erwerb der Mehrheitsanteile an seinem Club überraschend ruhen lassen. Der Hörgeräte-Unternehmer machte damit den Weg für eine Grundsatzdebatte innerhalb der Bundesliga frei.

Hannover 96 will sich an diesem Dienstag (12.00 Uhr) auf einer Pressekonferenz zu der aktuellen Entwicklung äußern.

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