Airline mit Fauxpas : Kiew statt Moskau: Lufthansa muss WM-Werbespot zurückziehen

Die Lufthansa wollte mit einem witzigen Videoclip werben. Der Einspieler wurde nun auf allen Plattformen gesperrt. Foto: Imago/Schüler

Lufthansa  for The national team is ready Departure the German national team to em2016 of Frankfurt Airport
Die Lufthansa wollte mit einem witzigen Videoclip werben. Der Einspieler wurde nun auf allen Plattformen gesperrt. Foto: Imago/Schüler Lufthansa for The national team is ready Departure the German national team to em2016 of Frankfurt Airport

Mit einem Videoclip wollte die Fluggesellschaft Lufthansa für WM-Flüge werben – dabei unterlief ihr ein Schnitzer

shz.de von
04. Juni 2018, 16:54 Uhr

Frankfurt | Die Lufthansa hat den Werbespot für Flüge nach Moskau zurückgezogen, weil die gezeigten Aufnahmen aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew stammen. Die Fluggesellschaft bestätigte den Sachverhalt am Montag und entschuldigte sich: „Wir haben in den ersten Kommentaren gesehen, dass dies in dem konkreten Fall die Gefühle einiger Nutzer verletzt hat“. Das Video sei am Sonntagabend auf Youtube und Facebook gesperrt worden.

Der humorvolle Clip zeigte zwei deutsche Fußballfans in einem angeblichen Moskau, die für eine Verteidigung des WM-Titels alles genauso machen wollen wie 2014 in Brasilien – einschließlich der Kontakte zur Bevölkerung und des Abhängens am Strand. Als Kulisse dienten aber eine auffällige Kirche und andere Stadtszenen aus Kiew. Die Ukraine und Russland sind verfeindet, seit Russland 2014 die Halbinsel Krim annektiert hat und einen verdeckten Krieg in der Ostukraine führt. „Der Film wurde aus logistischen Gründen in der Ukraine gedreht“, teilte die Lufthansa in Frankfurt mit. Dies sei bei Spiel- und Werbefilmen durchaus üblich. „Es geht darum, welche Vorstellung der Zuschauer von einem Ort hat.“

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