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WTA-Turnier in Monterrey : Kielerin Angelique Kerber verliert Finale in Mexiko

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Trotz Niederlage: Die Woche in Mexiko brachte für die Nummer eins der Welt vor dem Fed Cup wichtige Erkenntnisse.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2017 | 09:49 Uhr

Monterrey | Zumindest ihr Lachen hatte Angelique Kerber schnell wiedergefunden. „Ich liebe euch auch“, rief die Weltranglisten-Erste aus Kiel den mexikanischen Tennis-Fans zu, nachdem von den Rängen trotz des verlorenen Endspiels beim WTA-Turnier in Monterrey immer wieder Sympathiebekundungen für die 29-Jährige gekommen waren. Und auch sportlich war die Woche in der Hauptstadt des Bundesstaates Nuevo León für die Norddeutsche ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn ihr die Krönung im Finale am Sonntag (Ortszeit) verwehrt blieb.

Das wiederum hatte sich die Schleswig-Holsteinerin ein weiteres Mal selbst zuzuschreiben. Beim 4:6, 6:2, 1:6 gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa scheiterte die Nummer eins der Welt erneut an ihren Launen auf dem Tennis-Platz. Nach dem gewonnenen zweiten Satz sprach eigentlich alles für Kerber, das Momentum lag klar auf ihrer Seite. Pawljutschenkowa wirkte angeschlagen, zertrümmerte ihren Schläger und kassierte dafür eine Verwarnung.

Doch dann leistete sich die Norddeutsche eine unerklärliche Schwächephase und lag im entscheidenden Durchgang schnell mit 0:4 hinten. Kerber haderte mal wieder mit sich und der Welt, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Quittung war eine 1:6-Klatsche im dritten Satz, womit sie weiter auf ihren ersten Titel seit den US Open im vergangenen Jahr warten muss.

 

Trotzdem machte sich Angelique Kerber am Montag mit einem guten Gefühl auf den Rückweg nach Deutschland, wo Ende der kommenden Woche das für das deutsche Damen-Tennis so wichtige Relegationsspiel im Fed Cup gegen die Ukraine stattfindet. Die Formkurve zeigt nach einer bislang eher holprig verlaufenen Saison nach oben, das haben die klaren Siege gegen Heather Watson und Carla Suárez Navarro in den Runden zuvor deutlich bewiesen.

Und in Stuttgart, wo nach dem Fed Cup mit dem dortigen Tennis Grand Prix gleich ihr Lieblingsturnier ansteht, fühlt sich die Norddeutsche eh' wie zu Hause. „Ich hatte eine tolle Woche hier“, bilanzierte Kerber nach der Finalniederlage.

Nach ein paar Tagen Erholung beginnt dann die Vorbereitung auf den Fed Cup. Nachdem sie bei der klaren Erstrunden-Niederlage gegen die USA auf Hawaii noch gefehlt hatte, will Kerber das deutsche Team nun mit aller Macht zum Klassenverbleib führen. Wen Bundestrainerin Barbara Rittner der Kielerin dafür an die Seite stellt, wird sie am Mittwoch bekanntgeben. Auch Rittner wird aber mit Erleichterung gesehen haben, dass es mit ihrer Nummer eins wieder aufwärts geht.

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