2. Bundesliga : Kiel freut sich, St. Pauli auch, Eintracht vor Supergau

<p>Am Boden zerstört: Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht muss nach der Heimniederlage gegen Ingolstadt weiter um den Klassenerhalt bangen. </p>

Am Boden zerstört: Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht muss nach der Heimniederlage gegen Ingolstadt weiter um den Klassenerhalt bangen.

Während Holstein Kiel den dritten Platz sichern konnte, steht Braunschweig in der 2. Bundesliga vor dem Abgrund.

shz.de von
06. Mai 2018, 20:26 Uhr

Der 33. und vorletzte Spieltag der 2. Bundesliga hatte es in sich, besonders auch für die drei Clubs aus Norddeutschland. Während sich der FC St. Pauli diebisch über den Klassenerhalt freute, steht Eintracht Braunschweig kurz vor der Relegation in Liga 3. Holstein Kiel sicherte sich beim bereits feststehenden Aufsteiger Fortuna Düsseldorf den dritten Platz und wartet nun auf seinen Gegner für die Relegationsspiele.

Holstein Kiel

Vor 50.000 Zuschauern in der Esprit-Arena erzielte der eingewechselte Benito Raman (75. Minute) den Führungstreffer für die Fortuna, ehe Torjäger Marvin Ducksch (77.) mit seinem 18. Saisontreffer das 1:1 erzielte. Die Kieler erwarten am letzten Spieltag im heimischen Stadion Eintracht Braunschweig. Die Niedersachsen stehen an der Kieler Förde dann mächtig unter Druck und müssen unbedingt punkten. Für die Kieler geht es nur noch um die Ehre, doch der Aufsteiger kann sich auch nicht gehen lassen, denn es stehen dann am 17. und 21. Mai die Relegationsspiele gegen den Drittletzten der Bundesliga an. Stand jetzt wäre das der VfL Wolfsburg...

 

Eintracht Braunschweig

Eigentlich war alles angerichtet an der Hamburger Straße in Braunschweig. Die Eintracht-Fans hatten eine eindrucksvolle Choreografie vorbereitet zu Ehren ihres Trainers. Torsten Lieberknecht feiert in diesen Tagen sein 10-jähriges Jubiläum als Chefcoach der Löwen. Mit einem Heimsieg gegen den FC Ingolstadt sollte der nötige Dreier eingefahren werden. Doch 90 Minuten später sieht es düsterer aus, als je zuvor. Ein Jahr nach dem knapp verpassten Aufstieg in die Bundesliga droht Eintracht Braunschweig der Absturz in die 3. Liga. Die Niedersachsen verloren ihr Heimspiel gegen den FC Ingolstadt mit 0:2 (0:0) und rutschten damit vor dem letzten Spieltag auf den Relegationsplatz 16 ab. Die Eintracht ist punktgleich mit dem Tabellen-17. Greuther Fürth. Der Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt einen Zähler. Am letzten Spieltag müssen die Braunschweiger beim Tabellendritten Holstein Kiel antreten. 

Nach einem Riesenpatzer von Braunschweigs Torwart Jasmin Fejzić brachte Robert Leipertz die Gäste vor 21.400 Zuschauern in der 56. Minute in Führung. Stefan Kutschke erhöhte elf Minuten später auf 2:0. Damit war die Partie entschieden. Die Gastgeber mühten sich zwar, wirkten aber völlig verunsichert.

FC St. Pauli

<p>Geschafft. Der FC St. Pauli kann sich über ein 1:0 gegen Arminia Bielefeld freuen.</p>
imago/Oliver Ruhnke

Geschafft. Der FC St. Pauli kann sich über ein 1:0 gegen Arminia Bielefeld freuen.

 

Der FC St. Pauli musste am Sonntag lange zittern und konnte dann doch riesig feiern. Dank des 1:0-Heimsieges gegen Arminia Bielefeld können die Hamburger am letzten Spieltag nicht mehr in die Abstiegszone rutschen. Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntorstadion erzielte Yiyoung Park (39. Minute) das Siegtor für die Hanseaten, die am Ende frenetisch gefeiert wurden. Die Gäste mussten sich nach zuvor fünf Partien ohne Niederlage wieder mal geschlagen geben und verspielten ihre letzte Chance auf den Aufstieg.

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