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Australian Open : Kerber verpasst Sieg in Sydney

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Deutschlands Tennis-Asse können aufatmen. Die Auftakthürde bei den Australian Open scheint lösbar zu sein. Für die Australier kommt es hingegen knüppeldick.

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 10:00 Uhr

Melbourne | Der vierte Titel blieb Angelique Kerber zwar verwehrt, dennoch reist Deutschlands Nummer eins mit großem Selbstvertrauen zu den Australian Open nach Melbourne. Zumal der Kielerin für den Auftakt des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison wie auch den anderen deutschen Tennisprofis eine lösbare Aufgabe zugelost wurde. Kerber bekommt es bei dem am Montag beginnenden Event in der ersten Runde mit der australischen Wildcard-Spielerin Jarmila Gajdosova zu tun, Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner traut ihrer Vorzeigeathletin deshalb in Down Under einiges zu. „Angie kann weit kommen“, meinte Rittner trotz Kerbers 4:6, 4:6-Finalniederlage gegen die Bulgarin Zwetana Pironkowa in Sydney.

Das gilt nach der Auslosung am Freitag auch für die anderen Deutschen, die das Ergebnis der von Boris Becker mitgestalteten Zeremonie mit zufriedenen Gesichtern zur Kenntnis nahmen. So erwischte Tommy Hass in dem Spanier Guillermo Garcia-Lopez ebenso einen machbaren Gegner wie Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki, die es zum Start mit der Kroatin Mirjana Lucic-Baroni zu tun bekommt.

Gut lachen hatte bei seiner Rückkehr nach Australien nach 15 Jahren auch Becker selbst. Sein Schützling Novak Djokovic geht bis zur erhofften Titelverteidigung den schwersten Brocken aus dem Weg.

Für die Australier kam es dagegen knüppeldick. Ihr Hoffnungsträger Bernard Tomic trifft in der ersten Runde gleich auf den spanischen Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal. Bei den Damen dürfte Youngster Ashleigh Barty gegen die amerikanischen Topfavoritin Serena Williams auf verlorenem Posten stehen.

„Das ist sicherlich das interessanteste Erstrundenspiel, das es geben konnte“, sagte Becker, der bei der Zeremonie im Schatten der Rod Laver Arena am Freitag die Paarungen analysierte, mit Blick auf das Duell Tomic gegen Nadal. „Es gibt keine leichte oder schwere Auslosung, aber es ist schon so, dass die Hälfte von Novak etwas einfacher zu sein scheint“, sagte der dreimalige Wimbledonsieger.

Kerber verpasste es, beim Turnier in Sydney mit einem Finalsieg weiteres Selbstvertrauen zu tanken. Gegen die bulgarische Qualifikantin Pironkowa musste sich die 25-Jährige nach 1:46 Stunden geschlagen geben. „Ich hatte dennoch eine tolle Woche hier“, meinte Kerber. Dass die Schleswig-Holsteinerin zum Endspiel der mit 710 000 Dollar dotierten WTA-Veranstaltung am rechten Oberschenkel dick bandagiert antrat, war nach Auskunft ihres Managements nur eine Vorsichtsmaßnahme.

In Melbourne wollen Kerber und Co. den guten Start ins neue Jahr nun fortsetzen. Die Voraussetzungen sind nach der Auslosung günstig.

Pech hatte lediglich Julia Görges, die auf die an Nummer sieben notierte Italienerin Sara Errani trifft. Andrea Petkovic spielt bei ihrer Rückkehr nach Melbourne zunächst gegen die an Nummer 32 gesetzte Slowakin Magdalena Rybarikova. Im letzten Jahr hatte die Darmstädterin wegen einer Knieverletzung passen müssen. Außerdem sind Annika Beck gegen Petra Martic (Kroatien), Mona Barthel gegen Shuai Zhang (China) und Dinah Pfizenmaier gegen Yanina Wickmayer (Belgien) gefordert.

Insgesamt sind bislang 15 Deutsche für das Hauptfeld der mit 21,58 Millionen Euro dotierten Veranstaltung qualifiziert. Bei den Herren treffen Florian Mayer und Julian Reister jeweils auf Qualifikanten.

Philipp Kohlschreiber misst sich mit dem Slowenen Aljaz Bedene, Tobias Kamke spielt gegen Jack Sock (USA), Daniel Brands gegen den an Nummer 18 gesetzten Franzosen Gilles Simon, Jan Lennard Struff gegen den an 14 notierten Russen Michail Juschni und Benjamin Becker gegen den Australier Nick Kyrgios. Über die Qualifikation haben an diesem Samstag zudem noch Carina Witthöft, Michael Berrer und Peter Gojowczyk die Chance auf ein Ticket.

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