2. Bundesliga : Keine Favoritensiege: Kiel übernimmt Tabellenspitze

Kiels Patrick Herrmann (r) und die beiden Berliner Sebastian Polter (l) und Simon Hedlund kämpfen um den Ball.  
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Kiels Patrick Herrmann (r) und die beiden Berliner Sebastian Polter (l) und Simon Hedlund kämpfen um den Ball.  

Das war kein leichter Auftakt für die Favoriten in der 2. Fußball-Bundesliga. Kiel, Nürnberg und Ingolstadt holen jeweils nur ein Remis. Duisburg siegt im West-Derby.

shz.de von
23. Januar 2018, 22:36 Uhr

Holstein Kiel hat zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga übernommen.

Der Aufsteiger musste sich mit einem 2:2 (2:1) gegen Union Berlin zufrieden geben, überholte aber mit 34 Punkten aufgrund der besseren Tordifferenz den bisherigen Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (34), der erst am Mittwoch im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue ins Geschehen eingreift. Die Treffer für Kiel erzielten Tom Weilandt (9. Minute) und Dominik Drexler (19.), der schon neun Saisontore auf dem Konto hat. Steven Skrzybski (28.) und Sebastian Polter (85./Foulelfmeter) trafen für die seit sechs Spielen sieglosen Berliner.

Rang zwei hat sich erst einmal der 1. FC Nürnberg (34) gesichert. Die Franken kamen aber gegen Jahn Regensburg ebenfalls über ein 2:2 (1:2) nicht hinaus. Die Treffer für die Gastgeber erzielten Hanno Behrens (10.) und Edgar Salli (49.). Marc Lais (6.) und Marco Grüttner (28.) hatten die Regensburger, die noch nie zuvor in einem Pflichtspiel in Nürnberg punkten konnten, jeweils in Führung gebracht. Den Anschluss an die Spitzengruppe verpasste der FC Ingolstadt, der über ein 0:0 gegen den SV Sandhausen nicht hinaus kam.

Mit dem ersten Sieg beim VfL Bochum seit 19 Jahren hat der MSV Duisburg einen perfekten Start in die zweite Serie geschafft. Der seit vier Spielen unbesiegte Aufsteiger gewann im Auftaktspiel mit 2:0 (2:0) bei der Revier-Elf. Vor 17 564 Zuschauern im Bochumer Stadion sicherten Stanislav Iljutcenko (40.) und Kevin Wolze (45.+1) mit ihren jeweils dritten Treffern in Serie den Erfolg.

Damit schafften die Gäste erstmals den Sprung ins obere Tabellendrittel. «Ich freue mich riesig über den Sieg im Derby, der auch für unsere Fans eine besondere Bedeutung hat», sagte MSV-Coach Ilia Gruev. Bochum hingegen steckt weiter in der Abstiegszone. Die VfL-Fans quittierten die Leistung ihres Teams mit Pfiffen und forderten mit «Hochstätter-raus-Rufen» die Ablösung des Bochumer Managers.

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